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Viel getanzt und gelacht

Großer Feuerwehrball Viel getanzt und gelacht

Die Glanzpunkte setzten auch bei diesem Feuerwehr-Ball wieder die, von denen man es erwarten durfte: die Mitglieder der Gesangs- und Kabarettgruppe mit ihrem rund einstündigen Auftritt. Dabei nahmen sie vor allem die vielen aufgefallenen Merkwürdigkeiten der Stadt mit hintergründigem Humor aufs Korn.

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Von Anfang an gut besetzt war das Parkett von tanzfreudigen Ballgästen zu den Klängen der in Bad Segeberg seit Jahren sehr beliebten Band „Babs and Friends“.

Quelle: Dierk E. Seeburg

Bad Segeberg. Die 16 Akteure boten dem Publikum unter musikalischer Leitung von Heiko Kremers am Keyboard ein breites Spektrum – und hatten stets die Lacher auf ihrer Seite.

 Das Ensemble brachte den beliebten winterlichen Treff mit Bratwurst- und Glühweinstand als Rahmenhandlung auf die Bühne, die mit riesigem Foto-Hintergrund des Platzes am Volksbank-Gebäude aufwändig gestaltet worden war. Entsprechend waren die Darsteller auch winterlich gekleidet – angesichts der Hitze abstrahlenden großen Scheinwerfer eine auch körperlich anstrengende und buchstäblich schweißtreibende Angelegenheit. So waren alle nach dem donnernden Schlussapplaus auch froh, unmittelbar nach der letzten Chor-Nummer abtreten zu können und nebenan im Foyer eine Abkühlung zumindest der Kehle zu genießen. Wie in den Vorjahren spendierten Bürgervorsteherin Ingrid Altner und Bürgermeister Dieter Schönfeld ihnen Bier und Korn und stießen mit ihnen auf die gelungene Aufführung an.

 Der Bürgermeister hatte auch allen Grund zur Freude, war er in diesem Jahr natürlich auch wieder Thema. Ihm widmete der Chor, in dem Torsten Eberhardt den Schönfeld mimte, unter dem Titel „Dieter“ einen eigenen Song nach einer Lena-Melodie, in dem der Verwaltungschef für seine Besonnenheit und Klarheit in den höchsten Tönen gelobt wurde: „Dieter, Du hast es oft nicht leicht“, und „Dieter, wie kriegst Du das bloß hin?“, scholl es lautstark durch den Saal, der mit 240 tanzfreudigen Gästen recht gut gefüllt war. Immerhin waren es trotz der Schwierigkeiten mit der Post bei der Versendung der Einladungen zehn Besucher mehr als im Vorjahr, auch wenn das gute Ergebnis von 300 Gästen im Jahr 2013 nicht erreicht wurde.

 Die Anwesenden kamen aber voll auf ihre Kosten bei dem Ball, den die in der Kreisstadt sehr beliebte vierköpfige Formation „Babs and Friends“ musikalisch umrahmte. Bereits zum achten Male begeisterte diese Band, die auch beim Königsball der Stadtvogelschützengilde längst Stammgast ist, die Besucher; und das von Beginn an bis in die frühen Morgenstunden. Das Parkett war gleich nach der Eröffnung des Festes gut besetzt, ehe die drei Musiker und Sängerin Babs gegen 21.20 Uhr eine Pause einlegten, um die Kabarettisten auf der großen Hauptbühne zum Zuge kommen zu lassen.

 Unter Moderation von Oliver Schulz als Bratwurst- und Glühwein-Verkäufer spulte die Truppe das von Wehrführer Mark Zielinski, Oliver Schulz, Oliver Svensson und Marion Schulz ab Juni erarbeitete Programm mit dem Motto „Bad Segeberg glüht vor“ ab. Da nahm beispielsweise Hannes König in angedeutetem Fledermaus-Kostüm die Problematik des verzögerten Weiterbaus der A20 zur berühmten Melodie des Songs „Are You lonesome tonight“ von Elvis Presley aufs Korn . Oliver Svensson spießte als bürgernaher Verbindungsmann aus dem Rathaus kritisch die dortige Tagespolitik auf. Das Hin und Her um die Wiederinbetriebnahme der Fußgängerampel am Alten Bahnhof wurde ebenso satirisch beleuchtet wie der Bürgermeister-Wunsch nach Aufstockung der Einwohnerzahl auf 20000 und das begrenzte Branchen-Angebot am neuen Bahnhof.

 Der Haltepunkt stand auch im Mittelpunkt des von Jörn Christensen mit dem Chor vorgetragenen Liedes über die 20 schönsten Flecken in der Kreisstadt nach der kölschen Melodie „Drink doch eene mit...“ „Segeberg ist schön, schau ’mal richtig hin“ , sang Christensen ein ums andere Mal. Dass ein Ankömmling in der Stadt deren Reize allerdings kaum kennenlernt, wenn er am schlichten Bahnhofsgebäude orientierungslos nur „dumm herumsteht“, war im Refrain die Kehrseite der Medaille.

 Später glänzte der Wehrführer noch mit einem Medley nach eigenen Texten zu berühmten Melodien des verstorbenen Udo Jürgens, ehe der Chor sich mit dem Lied „Klettern verboten!“ der bundesweit bekanntgewordenen Posse um die beiden der Stadt vom Lions-Club geschenkten Kletterfelsen annahm, von denen der eine aus einem einzigen Blickwinkel als Phallus kritisiert worden war und dann abgeschliffen wurde, um die Gemüter zu beruhigen. Das Publikum genoss die Interpretation und sparte nicht mit Beifall, ehe die Band die Gäste wieder aufs Tanzparkett lockte.

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