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Karl-May-Spiele im Höhenrausch

Besucherrekord Karl-May-Spiele im Höhenrausch

Aller guten Dinge sind – vier: Zum vierten Mal in Folge haben die Karl-May-Spiele einen neuen Besucherrekord aufgestellt. 366369 Menschen haben das Abenteuer „Der Schatz im Silbersee“ gesehen – das sind 19692 mehr als im Vorjahr.

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366.369 Besucher sahen in diesem Jahr das Abenteuer „Der Schatz im Silbersee“ im Freilichttheater am Kalkberg. Das Team der Karl-May-Spiele feierte gestern den vierten Rekord in Folge. Es wurden fast 20000 Menschen mehr gezählt als im Vorjahr bei „Im Tal des Todes“.

Quelle: Soenke Ehlers

Bad Segeberg. „Wir sind einfach nur überwältigt“, sagte Geschäftsführerin Ute Thienel am Sonntagnachmittag im restlos ausverkauften Freilichttheater vor über 7300 Zuschauern. „Es ist ein unvergesslicher Tag für das Team der Karl-May-Spiele – vor und hinter den Kulissen.“

 Begonnen hatte die Wildwest-Saison allerdings mit einer kalten Dusche: Die Premiere musste Ende Juni zur Pause wegen Starkregens abgebrochen werden. Die Arena stand trotz einer leistungsfähigen Drainage zentimetertief unter Wasser. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte konnten die Spiele eine Eröffnungsveranstaltung nicht zu Ende bringen. Abbrüche in den vergangenen Jahrzehnten sind ohnehin an einer Hand abzuzählen.

 Oft war das Wetter besser, als es angesagt war. So stand gestern für die letzte Vorstellung eine 80-prozentige Gewitterwahrscheinlichkeit in den Wetter-Apps, aber letztlich erlebten die Besucher einen durchweg sonnigen Nachmittag, bei dem die Schauspieler wieder so manchen Zusatz-Gag in die Handlung einbauten. Till Demtrøder stellte sich mit einem norddeutschen „Moin, Moin!“ vor, worauf Nicolas König („Großer Wolf“) in ebenso breitem Slang antwortete: „Oald Schädderhänd...“. Auch Jan Sosniok („Winnetou“) stach mehrfach der Hafer. Susan Sideropoulos („Ellen Patterson“) animierte die Zuschauer zum Klatschen und absolvierte ihren ersten Auftritt gleich doppelt. Oliver Stritzel, als „Cornel Brinkley“ als brutaler Gangster unterwegs, ließ sich im Saloon statt des hochprozentigen Drinks eine kühle Milch schmecken.

Schnell in Fahrt gekommen

 Nach der verregneten Premiere war die Saison am Kalkberg schnell in Fahrt gekommen. „Auch wenn das Wetter nicht immer auf unserer Seite war, haben sich unsere Zuschauer nicht davon abhalten lassen, ins Freilichttheater zu kommen“, sagte Ute Thienel in einer ersten Bilanz. „Die Karl-May-Spiele sind ein Theater, das von vielen Menschen als Kult bezeichnet wird – und gleichzeitig sind wir jung und modern geblieben.“ Die Mischung aus Action, Romantik, Komik für alle Altersgruppen und nachdenklichen Texten präge die Spiele. „All das macht die Karl-May-Spiele unverwechselbar. Wir bieten ein Erlebnis für die ganze Familie, das es in dieser Form fast nirgendwo mehr gibt.“

 Zum Erfolg beigetragen hat auch das neue Kartenbuchungssystem, mit dem die Zuschauer erstmals einen Online-Zugriff auf alle freien Plätze sämtlicher Vorstellungen hatten. „Das Wetter spielt bei der Buchung nur noch eine untergeordnete Rolle“, erläutert die Geschäftsführerin. „Die Besucher legen sich mittlerweile gern frühzeitig fest.“

 Jan Sosniok wird im kommenden Jahr wieder mit von der Partie sein, wie Ute Thienel gestern bereits bekanntgab. Sosniok geht in seine fünfte Saison als Häuptling der Apachen. Dann steht vom 24. Juni bis zum 3. September 2017 nach 14 Jahren Pause der selten gespielte Stoff „Old Surehand“ auf dem Spielplan. Der Kartenvorverkauf startet schon im Oktober.

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