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Zwei Tote nach Hubschrauber-Absturz

Unglück in Bimöhlen Zwei Tote nach Hubschrauber-Absturz

Sie waren nur wenige Kilometer von ihrem Stützpunkt entfernt, als sich das Unglück ereignete. Beim Absturz eines Hubschraubers der Bundespolizei sind am Donnerstagabend nahe der A7 bei Bimöhlen (Kreis Segeberg) zwei Menschen ums Leben gekommen.

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In Bimöhlen ist am Donnerstag gegen 20 Uhr ein Hubschrauber der Bundespolizei abgestürzt.

Quelle: Einar Behn

Bimöhlen. Ein weiteres Besatzungsmitglied wurde schwer verletzt. Nach den Worten von Polizeisprecherin Sandra Mohr handelte es sich bei der Maschine um einen Hubschrauber vom Typ Eurocopter 135, der sich mit drei Personen auf einem Übungsflug befand.

 

Es war kurz vor 20 Uhr als die Fußballer während ihres Trainings auf ein lautes Motorengeräusch aufmerksam wurden. Erst habe man ein Stottern wie von einem kaputten Motor gehört, dann sei ein heftiger Aufschlag erfolgt, hieß es. Die Sportler rannten sofort zu der Unglücksstelle auf dem nahen Feld, alarmierten Sanitäter und Rettungskräfte. Ihnen gelang es, einen schwer verletzten Mann aus den Trümmern zu ziehen, der in ein Krankenhaus gebracht wurde. Für die beiden anderen Besatzungsmitglieder kam jede Hilfe zu spät. Sie konnten auch am Abend noch nicht aus der völlig zertrümmerten Maschine geborgen werden.

Die Kripo ermittelt jetzt

Um wen es sich bei den Opfern handelt, blieb am Donnerstag unklar. Auch zur Absturzursache konnte noch nichts gesagt werden. Informationen, wonach die Besatzung noch kurz zuvor einen Funkspruch abgesetzt habe, wurden offiziell nicht bestätigt. Das Bundesamt für Flugunfalluntersuchungen aus Braunschweig soll den Fall untersuchen. Auch die Kripo ermittelt.

In Bimöhlen (Kreis Segeberg, Schleswig-Holstein) ist ein Hubschrauber abgestürzt. Hier sehen Sie Bilder.

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Die Absturzstelle wurde weiträumig abgesperrt, der Hubschrauber mit einer großen Plane verdeckt. Er liegt auf einer Wiese etwa 20 Meter von der Hasenmoorer Straße und etwa 50 Meter vom Sportplatz entfernt. Es fehlte nicht viel und die Katastrophe hätte noch schlimmere Ausmaße annehmen können. Nur rund 50 Meter von der Absturzstelle stehen die nächsten bewohnten Häuser. Mehr als 60 Einsatzkräfte waren bis spät in die Nacht vor Ort. Beteiligt waren die Feuerwehren von Bimöhlen, Wiemersdorf, Großenaspe und Bad Bramstedt sowie Helfer der Bundespolizei vom nahen Fliegerhorst.

Die Hubschrauber vom Typs EC135 sind weit verbreitet. Von diesem Typ fliegt die Bundespolizei in Deutschland mehr als 40 Maschinen. Der leichte Mehrzweckhubschrauber gilt als modern und besonders wendig. Die Bundespolizei setzt die Maschine unter anderem für nächtliche Bahnstreckenüberwachung ein sowie für Fahndungen und Absicherungen aus der Luft. Die Maschinen sind mit Nachtsichttechnik ausgerüstet. In Kiel konnte die Besatzung eines EC135 aus Fuhlendorf erst kurz vor Weihnachten mehrere Einbrecher bei Friedrichsort aufspüren. In Deutschland ist es der zweite Absturz einer solchen Maschine. 2006 und 2011 stürzten in Österreich zwei Hubschrauber dieses Typs ab und 1999 in Basepohl in Mecklenburg-Vorpommern.

Von Michael Stamp und Einar Behn

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Foto: Ein Hubschrauber der Bundespolizei war am Donnerstag in Bimöhlen abgestürzt.

Es sollte ein ganz normaler Übungsflug werden. Kurz nach 19 Uhr war der Hubschrauber „Pirol 840“ vom Flugplatz der Bundespolizei in Fuhlendorf gestartet. Die dreiköpfige Besatzung hatte einen Trainingsauftrag. Beim Rückflug kam es dann gegen 20 Uhr zur Katastrophe.

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