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Bauern wittern gute Geschäfte

Bimöhlen und Hasenmoor Bauern wittern gute Geschäfte

Top-Geschäftslagen in Hamburg, München oder Frankfurt versprechen hohe Rendite. Doch noch lukrativer sind manche Wiesen, auf denen Kühe grasen, beispielsweise zwischen Bimöhlen und Hasenmoor. Seit dort Flächen als Windenergiestandorte aufgetaucht sind, herrscht Goldgräberstimmung.

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Wo die Windkraftanlagen rotieren, rotieren auch die Gewinne. Die Bauern fordern hohe Pachtzahlungen.

Quelle: Frank Peter

Bimöhlen/Hasenmoor. Dass in Bimöhlen und auch Hasenmoor ein weiterer Windpark entstehen wird, gilt als sehr wahrscheinlich. In Bimöhlen wurden bereits erste Verträge mit Projektentwicklern geschlossen. Der Ort wäre neben Wiemersdorf, Großenaspe, Hasenkrug und Hardebek bereits der fünfte im Amt Bad Bramstedt-Land mit Windkraftanlagen.

 Die Fläche war überraschend Ende des letzten Jahres im Entwurf des Regionalplanes aufgetaucht und weckte sofort Interesse bei Windpark-Investoren. Da das Areal weit abseits des Dorfes liegt, gebe es bisher auch keinen Protest aus der Bevölkerung, sagt Bimöhlens Bürgermeister Michael Schirrmacher . Die nächsten Anwohner sind die Landbesitzer selbst. Genauso verhält es sich auch in Hasenmoor. Bis zu zwölf Windkraftanlagen könnten auf der Fläche errichtet werden.

 „Ich gehe davon aus, dass der Windpark kommt“, erklärte Schirrmacher der SZ.

 Interesse an dem Windpark hat auch der Wiemersdorfer Ingenieur und Windparkbetreiber Dr. Hans-Günther Lüth. Er hatte Pläne, wie in Wiemersdorf einen Bürgerwindpark zu errichten, an dem jeder Einwohner von Bimöhlen und Hasenkrug Anteile hätte erwerben können. Doch Lüth ist eher skeptisch, dass sich sein Projekt verwirklichen lässt. Die Pachtvorstellungen, die einige Landwirte dort geäußert hätten, seien einfach mit einem Bürgerwindpark, bei dem alle Anteilseigner auch am Gewinn beteiligt sind, nicht in Einklang zu bringen. Der ließe sich dann nicht mehr wirtschaftlich betreiben. Genaue Zahlen wollte Lüth nicht nennen. Das Magazin Landwirtschaftsmagazin „Top Agrar“ rät Landeigentümern zu Pachten von 45000 bis 60000 Euro pro Windkraftanlage für gute Standorte in Norddeutschland. Vielfach werden Verträge geschlossen, bei denen sich die Höhe nach dem Stromertrag der Windkraftanlage richtet. Ein Anteil zwischen 10 und 13 Prozent sind mittlerweile üblich. So können Landwirte in guten Lagen auch schon mal 100000 Euro an Jahrespacht erzielen.

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