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10 Windräder im Gespräch

Amt Leezen 10 Windräder im Gespräch

Die WKN AG aus Husum will im Amt Leezen einen Windpark errichten. Bis zu zehn 150 Meter hohe Anlagen sollen im Dreieck zwischen Bebensee, Leezen und Mözen zwischen B432 und A21 gebaut werden. In Bebensee gab es bereits erste Proteste.

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Auf einem Windrad wird ein drittes Rotorblatt angebracht. Möglicherweise rücken Bauarbeiter bald auch im Amt Leezen zwischen A21 und B432 an.

Quelle: dpa/

Amt Leezen. Während einer Gemeindevertretersitzung im Haus Bebensee hatten zwei Vertreter der Firma die Pläne vorgestellt. Sie stießen auf viel Protest unter den Zuschauern. Ohne politischen Beschluss wurde die Diskussion beendet.

 Catrin Petersen, Pressesprecherin von WKN, bestätigte der Segeberger Zeitung das Vorhaben. „Das Verfahren ist aber noch nicht weit gediehen.“ Nach Flächen suche die Firma immer. In diesem Fall habe Bebensees Bürgermeister Hans Rottgardt (CDU) den Kontakt gesucht und die Firma gebeten, ihre Ideen den Bürgern und Politikern zu präsentieren. „Es liegt auch in unserem Interesse, früh zu informieren.“

 Die Firma habe bereits Kontakt zu Grundeigentümern aufgenommen. „Wir haben auch schon Pachtverträge geschlossen,“ sagt Petersen. Ein Bauantrag sei bei den Behörden noch nicht eingereicht. Die Firma warte noch auf eine Karte des Landes, die mögliche Windbaugebiete enthalte.

 Der Hintergrund: Ein Gericht hatte Regionalpläne des Landes mit Windeignungsgebieten verworfen. Diese Karten überarbeitet das Land nun. Um Wildwuchs zu verhindern, verhängte es quasi einen Baustopp, ließ aber Ausnahmen außerhalb von Tabubereichen zu.

 Auch Kreisplaner Frank Hartmann, der nächste Woche im Leezener Amtsausschuss allgemein informiertkann noch nicht sagen, ob ein Bau möglich wäre. Vom Unternehmen WKN sei er nicht angesprochen worden. Den Antrag stellen müsste die Firma ohnehin beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR).

 Die WKN hatte schon vor einigen Jahren versucht, Windkraftanlagen in dem Gebiet zu errichten. 2009 hatte in Bebensee zwar eine politische Mehrheit von CDU- und AWB-Fraktionen - gegen die Stimmen der BAW-Fraktion - Windkraftbau befürwortet. Doch es gab einen Bürgerentscheid. 2010 plädierte eine Mehrheit von rund 61 Prozent dagegen. Der Beschluss hatte eine Wirkzeit von zwei Jahren. Das Projekt wurde daraufhin gestoppt. Außerdem hatte die Kreisplanung damals Bedenken gegen den Bau erhoben.

 Doch die Rechtslage ist nach der Aufhebung der Regionalpläne schwierig. Generell kann die Gemeinde begrenzt bei der Steuerung der Windenergie mitentscheiden.

 Die Lage erklärt LLUR-Pressesprecher Martin Schmidt: Hat eine Gemeinde einen qualifizierten rechtskräftigen Bebauungsplan, muss sie im Genehmigungsverfahren des LLUR nicht zustimmen. Sie darf nur noch prüfen, ob das beantragte Vorhaben den Festsetzungen des Bebauungsplanes entspricht. „Wenn das der Fall ist, kann die Gemeinde nicht mehr ablehnen.“

 Hat die Gemeinde keinen entsprechenden Bebauungsplan, befindet sich das Vorhaben im „Außenbereich“. Dann ist eine Zustimmung der Gemeinde immer erforderlich, um die Genehmigung durch das LLUR erteilen zu können. Gäbe es einen Bürgerentscheid, würde das Abstimmungsergebnis zwar nicht die Genehmigungsbehörde, aber die Gemeinde binden.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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