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Feuer in der Roland Oase

Bad Bramstedt Feuer in der Roland Oase

Ein technischer Defekt löste am Freitag gegen 6 Uhr einen Brand im Blockheizkraftwerk des Bad Bramstedter Freibades Roland Oase aus. Obwohl die Feuerwehr fünf Minuten nach der Brandmeldung eintraf, konnte die Anlage nicht mehr gerettet werden. Der Badebetrieb geht aber weiter.

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Mit Atemschutzmasken musste die Feuerwehr in den Maschinenraum des Freibades gehen, um das Feuer am Blockheizkraftwerk zu löschen.

Quelle: Bernhard-Michael Domberg

Bad Bramstedt. Die Brandschützer, die mit einem mit rund 30 Einsatzkräften besetzten Löschzug anrückten, hatten das Feuer bereits nach 15 Minuten unter Kontrolle. Dennoch entstand an dem Blockheizkraftwerk (BHKW) Totalschaden. Betriebsleiter Hans-Peter Kalusok schätzt ihn auf rund 100.000 Euro. „Dabei ist der Folgeschaden noch nicht eingerechnet“, betonte Stadtwerke-Geschäftsführer Marc Fischer. Denn das BHKW erzeugt pro Stunde 65 Kilowatt Strom, der in das öffentliche Netz gegen Entgelt eingespeist wird. Fischer schätzt den Folgeschaden auf eine mittlere vierstellige Summe.

Bei Kalusok lief kurz vor 6 Uhr eine Störungsmeldung auf seinem Handy auf, so dass er sofort in den  Betriebsraum des BHKW rannte. Dort quoll ihm bereits dichter Rauch entgegen. Mit einem Speziallöscher versuchte er den Brand unter Kontrolle zu bekommen, was nur in Teilen gelang. Gleichzeitig stellte er die Gaszufuhr ab, um eine mögliche Explosion zu verhindern.

Was war geschehen? „Ein Kolben des Gasmotors, der den Stromgenerator antreibt, hatte sich festgefressen“, erläuterte der Betriebsleiter. Dadurch kam es zur Überhitzung der Anlage, die die Elektrik des BHKW in Brand setzte.

Das mit Gas betriebene Blockheizkraftwerk ist bereits seit 1999 in Betrieb. Es sollte zum Jahresende durch ein neues ersetzt werden.

„Der Betrieb des Schwimmbades, das bis Saisonende am 29. September geöffnet ist, wird nicht eingeschränkt“, erklärte Fischer. „Wir verdienen halt nur kein Geld mehr für die Stromeinspeisung.“ Das Freibad hat noch zwei weitere Heizkessel und auch noch eine Wärmepumpe, mit der das Badewasser erwärmt wird, sowie eine Sonnen-Absorber-Anlage auf dem Dach des Eingangsgebäudes. Hier liegen 38 Kilometer schwarze Plastikschläuche, durch die das Wasser der Schwimmbecken fließt und durch die Sonne erwärmt wird.

Von Bernhard-Michael Domberg

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