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Bombenalarm in Jobcentern

Kreis Segeberg Bombenalarm in Jobcentern

Wegen einer anonymen Bombendrohung mussten am Mittwoch sechs Gebäude der Jobcenter und Arbeitsagenturen in Kaltenkirchen, Bad Segeberg und Norderstedt geräumt werden.

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Bombendrohung: Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot und Spürhunden an.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Großalarm am Mittwoch in den Jobcentern und einigen Arbeitsagenturen im Kreis Segeberg. Ein anonymer Anrufer hatte am Vormittag damit gedroht, dass eine Bombe in Jobcentern oder Arbeitsagenturen im Kreisgebiet hochgehen werde. Die Polizei evakuierte die Gebäude. Sie fand keinen Sprengstoff und gab die Häuser nachmittags wieder frei. Der Schrecken überwog die gute Nachricht vom Arbeitsmarkt über gesunkene Arbeitslosenzahlen im September.

Um 10.19 Uhr hatte der Anrufer sich nach ersten Erkenntnissen telefonisch im Servicecenter der Jobcenter gemeldet. Die Jobcenter-Mitarbeiter betreuen unter anderem Langzeitarbeitslose und zahlen Arbeitslosengeld II, Arbeitsagenturen versuchen Kurzzeitarbeitslose in Jobs zu vermitteln und zahlen Arbeitslosengeld I. In manchen Städten sitzen Arbeitsagenturen und Jobcenter unter einem Dach.

Die gefährdeten Gebäude wurden sofort evakuiert. Betroffen war etwa das Jobcenter im Kisdorfer Weg in Kaltenkirchen. Geräumt werden mussten auch die angrenzenden Waldorfschule, der Waldorfkindergarten, zwei Einfamilienhäuser, ein Autohaus und ein Ärztezentrum. Außerdem brachte die benachbarte Feuerwehr ihre Fahrzeuge vorsorglich in Sicherheit.

Evakuiert wurden auch die Agentur für Arbeit in der Rathausallee und das Jobcenter in der Heidbergstraße in Norderstedt, die Jobcenter am Wasserwerk und in der Theodor-Storm-Straße sowie die Arbeitsagentur in der Waldemar-von-Mohl-Straße in Bad Segeberg.

Die Polizei war umgehend ausgerückt, sagt Polizeipressesprecherin Sandra Mohr. Aus Sicherheitsgründen hätten alle Mitarbeiter und Kunden die Häuser verlassen müssen. „Es lief in Ruhe ab.“ Fast 40 Polizeibeamte waren im Einsatz. Außerdem wurden Sprengstoffspürhunde aus Schleswig-Holstein herbeigeschafft. Neun Tiere suchten in den Verwaltungsgebäuden nach Sprengstoff.

„20 Minuten am Stück halten sie durch“, sagt Hundeführer Knut Kasulke von der Diensthundestaffel Lübeck. Danach benötigen die Tiere eine Pause. Anschließend gehe es weiter, bis zur nächsten Pause. Die müsse wegen der empfindlichen Nase der Hunde dann aber schon etwas länger dauern.

Die Durchsuchungen zogen sich den ganzen Tag über hin. Erst kurz vor 15 Uhr konnte die Polizei Entwarnung geben. Es sei kein Sprengstoff gefunden worden. Die Mitarbeiter konnten wieder zurück in ihre Büros.

Wer hinter dem Anruf steckt, konnte Gerold Melson nicht sagen, Pressesprecher der Arbeitsagentur Elmshorn, die die Dienststellen in Kreis Segeberg führt. Am Donnerstag soll wie gewohnt geöffnet werden. Den 200 Mitarbeitern sei nichts zugestoßen. Für die Kunden soll der Ausfalltag nicht zum Nachteil werden, versichert Melson. Mögliche ablaufende Fristen würden gewahrt. „Sicherheit geht bei so etwas vor.“

Stefan Stahl, stellvertretender Leiter der Jobcenter im Kreis Segeberg, ärgert sich darüber, dass solch ein großer Schrecken verbreitet wurde und jetzt für Mitarbeiter und Kunden ein Arbeitstag verlorengegangen sei. „Eine Bombendrohung hilft niemanden.“ Falls Kunden mal nicht zufrieden seien, gebe es andere, legale Wege, um Kritik mitzuteilen.

Die Hintergründe zum anonymen Anruf sind noch unklar, teilte Polizeipressesprecherin Sandra Mohr mit. „Die Kriminalpolizei Bad Segeberg führt die Ermittlungen.“ Der Inhalt der Drohung sei nicht sehr konkret gewesen. Vermutlich sei es ein Mann gewesen, der angerufen habe.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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