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Erste Ideen für Kaserne

Boostedt Erste Ideen für Kaserne

Die Umwandlung der von der Bundeswehr aufgegebenen Rantzau-Kaserne in eine nachmilitärische Nutzung nimmt konkrete Züge an. Bei einem öffentlichen Konversions-Workshop stellte ein Berliner Planungsbüro erste Ideen vor.

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Was wird aus der Rantzau-Kaserne? An Schautafeln informieren sich die Teilnehmer des Konversions-Workshops über den bisherigen Planungsstand.

Quelle: Karsten Leng

Boostedt. Es spreche alles dafür, dass bereits im Herbst des kommenden Jahres im nördlichen Teil der Kaserne längs der Panzerstraße auf einem 18 Hektar großen Areal die dort stehenden Technikhallen für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben freigegeben werde, erläuterte jetzt auf Hof Lübbe Hartmut Röder, Geschäftsführer des Planungsbüros. Gleiches gelte für ein rund acht Hektar großes Teilstück an der Von-dem-Borne-Straße. Dort möchte die Gemeinde Boostedt eine Wohnbebauung realisieren.

 Was für eine riesige Aufgabe für Boostedt und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), Eigentümerin der Kaserne, die Konversion bedeutet, machte Röder an einem einfachen Flächenvergleich deutlich: Das jetzige Siedlungsgebiet Boostedts umfasst rund 180 Hektar. Knapp 120 Hektar kämen durch die Kaserne hinzu. Eine Umwandlung in einem Rutsch sei bei dieser Größe undenkbar und bedingt durch die auf dem Kasernengelände eingerichtete Erstaufnahme für Flüchtlinge auch nicht möglich. Der seit März des vergangenen Jahres geltende Pachtvertrag zwischen dem Land und der BIMA für den gesamten Bereich der ehemaligen Mannschaftsgebäude im Zentrum der Kaserne sowie weiteren notwendigen Logistikflächen läuft noch vier Jahre – mit der Option für eine Verlängerung für weitere fünf Jahre. „Das ist ein Glücksfall und verschafft uns Zeit, eine nachhaltige Konversion zu planen“, so Röder. Da die Flüchtlingszahlen derzeit drastisch zurückgegangen sind und damit auch die Belegungszahlen der Erstaufnahme, habe sich das Land bereiterklärt, einige der Logistikflächen zur Vermarktung freizugeben, sollten potentielle Investoren in den Startlöchern stehen.

 Auch wenn der Bund und jetzt das Land in die Mannschaftsgebäude und den Aufbau einer Versorgungslogistik Millionen von Euro investiert haben, sind laut Röder die späteren Vermarktungschancen der Gebäude ausgesprochen schlecht. „Eigentlich bleibt nichts anderes übrig als der Abriss, außer wenn die Gemeinde ins Auge fasst, dort ein Zentrum beispielsweise zur Betreuung von Senioren oder altersgerechtes Wohnen zu etablieren“, regte Hartmut Röder an. Er bat die Besucher des Workshops, sich in den kommenden Monaten aktiv an der Ideensammlung zu beteiligen.

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