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Verlässliche Hilfe im Klassenraum

Boostedt Verlässliche Hilfe im Klassenraum

„Ich wurde von den Kindern und Lehrern hier mit offenen Armen empfangen“, sagt Rabea Krull erfreut. Die 35-Jährige ist die erste Schulassistentin an der Grund- und Gemeinschaftsschule in Boostedt und wurde schon sehnsüchtig erwartet.

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Auch Mathematiklehrerin Ute Hartung (hinten rechts) und die Kinder der 2b finden es toll, dass sie nun mit Rabea Krull (hinten links) eine Schulassistentin haben.

Quelle: Patricia König

Boostedt. Schulleiterin Dagmar Drummen hatte in der Vergangenheit keine Gelegenheit ausgelassen, die Besetzung der Stelle auf den Sitzungen der Gemeindevertretung auf den Tisch zu bringen.

 Eigentlich hatte die Schule eine eigene Kandidatin für die Besetzung. Die Gemeinde entschied sich aber, die Ambulante und Teilstationäre Suchthilfe (ATS) Bad Segeberg mit der Schulassistenz zu beauftragen. Dort war die Diplom-Pädagogin Rabea Krull seit Oktober als pädagogische Kraft in der Suchtprävention in Wahlstedt mit Kindern und Erwachsenen beschäftigt. Als die Anfrage kam, ob sie als Schulassistentin nach Boostedt gehen würde, sagte sie sofort zu.

 Seit Anfang Januar unterstützt sie nun die Lehrkräfte an vier Tagen im Unterricht der Zweit- bis Viertklässler. Die rund 100 Kinder kennen Rabea Krull schon als verlässliche Hilfe, die ihnen bei Bedarf noch einmal den Stoff erklärt, kurz mit einer kleinen Gruppe von Schülern nach draußen geht, um dringende Nachfragen zu beantworten, beim selbstständigen Arbeiten im Unterricht hilft oder in den Pausen als Ansprechpartnerin und Schlichterin vor Ort ist.

 Während des Unterrichts sitzt die 35-Jährige zunächst hinten im Klassenraum auf einem Stuhl und beobachtet den Verlauf der Stunde. Stört ein Kind wiederholt oder braucht es Extrahilfe bei einer Arbeitsaufgabe, greift die Assistentin ein. Sie kümmert sich aber auch über die Unterrichtshilfe hinaus um problematische Kinder. „Meine Arbeit in der Suchtprävention hat mich sehr empfindsam für die Anzeichen von sozialen oder familiären Problemen werden lassen“, erklärt die Mutter eines zweijährigen Sohnes.

 „Sie ist für uns wirklich eine große Hilfe“, versichert Schulkoordinatorin Anneliese Girßmann. „Frau Krull ist von Anfang an mit viel Offenheit und Interesse auf uns und die Kinder zugegangen.“ Künftig soll sie auch an Teamsitzungen und Elterngesprächen teilnehmen sowie sich regelmäßig mit den Schul-Sozialarbeiterinnen austauschen. pks

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