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Anlieger waren aufgebracht

Bornhöved Anlieger waren aufgebracht

Hitzig ging es zu zwischen Gemeindevertretern einerseits und rund 30 Anliegern der Straße Silgen Bargen in Bornhöved andererseits. Als „Katastrophe“ bezeichneten Einwohner die zu erwartenden Beiträge für den Ausbau der Straße Silgen Bargen. Es geht um Zehntausende Euro je Grundstückseigentümer.

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Wohl ein paar Zigtausend Euro soll jeder Anwohner des Silgen Bargen bezahlen – und bekommt dafür Gehweg, Straßenlaternen und Oberflächenentwässerung.

Quelle: Detlef Dreessen

Bornhöved. Von einer „Katastrophe“ war am Donnerstag während der Gemeindevertretersitzung in der Mensa der Sventana-Schule die Rede. Die Straße zu erneuern sowie mit Fußweg, Straßenlaternen und Oberflächenentwässerung zu versehen, koste 500000 Euro – die zu 90 Prozent auf das Dutzend Grundstückseigentümer umgelegt werden. Das bedeute im Durchschnitt 35000 Euro, wer ein großes Grundstück hat, werde wohl das Doppelte zu zahlen haben.

 Etwas besser sind die Bewohner der oberen Hälfte des Silgen Bargen dran. Dieser Straßenteil muss zwar auch erneuert werden, da aber schon Fußweg, Laternen und Oberflächenentwässerung vorhanden sind, gelten die Arbeiten dort nicht als Erschließung, sondern als Ausbau. Daher werden aufgrund der Rechtsprechung die Kosten nur zu 45 Prozent auf die Grundstücksbesitzer umgelegt.

 Vor allem ein Argument gab den Gemeindevertretern sichtlich zu denken: Weil der parallel verlaufende Straßenzug Kronberg-Mühlenstraße (Landesstraße 69) gerade vom Landesamt für Straßenbau nur oberflächlich saniert wurde, bleibt dort auf lange Sicht die Durchfahrt auf Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen beschränkt. Der Schwerlastverkehr weicht also auf den Silgen Bargen aus – und werde die Straße kaputt fahren, kaum dass sie erneuert worden ist. „Der Zeitpunkt ist der Sanierung ist absolut falsch“, sagte York Ihler.

 Entschieden wurde in dieser Sache nichts Neues. Es sei bereits 2015 ein Grundsatzbeschluss gefasst worden, die Straße zu sanieren, blickte Bürgermeister Dietrich Schwarz zurück. Er bat alle Grundstücksbesitzer zu einer Informationsveranstaltung mit dem Planungsbüro, die voraussichtlich am 1. November stattfinden werde. „Wenn wir Glück haben, können wir dann schon sagen, wie viel genau jeder Einzelne bezahlen muss.“

 Schwarz selbst steckt in einer Zwickmühle. Als Bürgermeister hat er die Pflicht, für den Erhalt der Straßen der Gemeinde zu sorgen – als Eigentümer und Bewohner am teuren Ende des Silgen Bargen muss er mit am meisten bezahlen. dsn

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