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Ein Riss im Schulverband

Bornhöved Ein Riss im Schulverband

Der Schulverband der Sventana-Schule in Bornöved wird voraussichtlich nicht mehr lange ohne Vorsteher sein. Es gebe Kandidaten, berichtete der stellvertretende Verbandsvorsteher Dietrich Schwarz, Bürgermeister in Bornhöved. Kritisch aber: Die Gemeinde Ruhwinkel überlegt, aus dem Verband auszutreten.

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Vor drei Jahren kämpften sie noch gemeinsam um eine Oberstufe an der Sventana-Schule. Die damalige Verbandsvorsteherin Silke Roßmann (von links) und Heidemarie Scheel (Ruhwinkel) stehen jetzt auf der einen, Elternvertreterin Marion Schneider, Jürgen Kaack (Damsdorf), Elternbeiratsvorsitzender Sven Krause und Dr. Beatrix Klüver (Tensfeld) auf der anderen Seite.

Quelle: Detlef Dreessen / Montage Regina Brink

Bornhöved. Nächste Woche soll für Schulverbandsvorsteherin Silke Roßmann (Wankendorf) ein Nachfolger gewählt werden. Sie war Anfang des Jahres zurückgetreten und hatte den Schritt mit „atmosphärischen Störungen“ begründet. Außerdem legte Ruhwinkels Bürgermeisterin Heidemarie Scheel den Vorsitz im Bauausschuss nieder, weil ihre Gemeinde aus dem Schulverband aussteigen will. Namen will Schwarz nicht nennen. Er selbst stehe aber nicht zur Verfügung. „Ich habe mit dem Amt des Bürgermeisters genug zu tun“, sagte er.

 Der Aufwand für den Posten an der Spitze sei hoch, begründete Schwarz die lange Vakanz. Gerade einmal 328 Euro bekommt der Inhaber des Postens pro Monat an Entschädigung, habe aber viel Arbeit, allein schon, um Frieden unter den zwölf Mitgliedsgemeinden zu halten. Seit langem gibt es Konflikte um die Verwaltungskosten und die Verteilung der finanziellen Belastungen auf die Gemeinden. Ein Riss geht durch den Verband mit Bornhöved, Damsdorf, Gönnebek, Schmalensee, Stocksee, Tarbek und Tensfeld aus dem Amt Bornhöved sowie Belau, Rendswühren, Ruhwinkel, Stolpe und Wankendorf aus dem Amt Bokhorst-Wankendorf im Kreis Plön.

 Aufgrund des Vorwurfs, die Verwaltungskosten beim Amt Bornhöved seien zu hoch, habe man bereits die Wankendorfer Amtsverwaltung um ein Angebot gebeten, berichtete Schwarz. „Die haben aber abgewunken, sie haben gar nicht das Personal.“ Auch die Idee, ein Unternehmen mit der Verwaltung zu beauftragen, habe keine Angebote hervorgebracht. Eine Auslagerung der Verwaltung hält Schwarz für wenig sinnvoll. Die Verwaltung müsse vor Ort sein, um die Baumaßnahmen zu beaufsichtigen und die 40 Mitarbeiter zu betreuen. Da könne man nicht nur aufs Geld achten.

 Das Thema Verwaltungsstruktur steht in der Sitzung des Schulverbandes am Donnerstag, 21. April, ab 19.30 Uhr in der Mensa wieder auf der Tagesordnung. Unklar ist, ob der Ausgang dieser Diskussion noch den darauf folgenden Tagesordnungspunkt beeinflussen wird: Die Kündigung der Mitgliedschaft durch die Gemeinde Ruhwinkel. So einfach gehe das aber nicht, betont Schwarz. Das Austrittsgesuch müsse vom Schulverband genehmigt werden, und das gehe laut Vertrag nur aus gewichtigen Gründen. „Allein die Hoffnung, Geld zu sparen, ist kein ausreichender Grund.“ Zumal es noch fraglich sei, ob ein Austritt die Gemeinde wirklich auf lange Sicht günstiger stellen würde. Statt der Schulverbandsumlage, die sich an den Betriebskosten bemisst, müsste Ruhwinkel dann für jeden Schüler aus dem Ort, der die Grund- und Gemeinschaftsschulein Bornhöved besucht, Schulkostenbeiträge zahlen.

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