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Mit Mut gegen Rassismus

Bornhöved Mit Mut gegen Rassismus

Die Sventana-Schule in Bornhöved trägt jetzt die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Medi Kuhlemann, landesweite Koordinatorin des Projektes, überreichte in der Mensa ein großes Schild mit dem Slogan.

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Koordinatorin Medi Kuhlemann (von links) überreichte mit Pate Lars Möller das Schild an Schulleiterin Bettina Becker, Lehrerin Cornelia Diederich und Schüler der Sventana-Schule Bornhöved.

Quelle: Detlef Dreessen

Bornhöved. Vertreter von der ersten bis zur zehnten Klasse nahmen ebenso an der Feierstunde teil wie Vertreter von Eltern- und Lehrerschaft und des Schulverbandes. Maite Jens und Sarah Zühlke aus der Klasse 10b berichteten von den Vorbereitungen, die das Projekt mit sich brachte. Mit ihrer Lehrerin Cornelia Diederich hatte die Klasse ein Jahr lang ihre Schüler, Lehrer und andere Erwachsene überzeugt, dass es gut sei, sich gegen Rassismus zu positionieren.

 Zudem hatten sie in allen Schulteilen Plakate aufgehängt, die für Vielfalt warben. „Und keines ist in dem halben Jahr zerstört worden“, berichtete Konrektor Christian Kummetz. Auch dies sei ein Zeichen, dass die Schüler hinter der Aktion stehen.

 Nachdem mehr als 80 Prozent der knapp 600 Sventana-Schüler sich mit ihrer Unterschrift dem Wunsch angeschlossen hatten, gab es nun das Zertifikat samt großen Schildern, die in den beiden Schulgebäuden aufgehängt werden sollen. Damit sei keineswegs schon der Gipfel der Courage erreicht, stellte Schulleiterin Bettina Becker klar. „Es ist ein Weg, es ist viel Arbeit, die wir gemeinsam anpacken wollen.“

 Helfen will dabei Leichtathletik-Sportler Lars Moeller, der als Projektpate anwesend war. Der deutsche Meister in der Altersklasse M 35 auf 5000 Meter (2015) und 3000 Meter (2016) versprach, hin und wieder sportliche Aktionen mit den Schülern zu veranstalten, „wenn ihr das wollt“. Mit Vorurteilen kenne er sich aus – und damit, wie man sie abbaut. „Als ich in den USA mit Kenianern zusammengelebt habe, dachte ich zuerst: Die trommeln wohl den ganzen Tag und kommen zu spät zum Training“, gestand der Bad Segeberger. „Aber dann habe ich erlebt, dass es ganz anders war und die Kenianer die ,deutschen Tugenden’ lebten.“

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