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Die Lkw sollen raus

Bornhöved Die Lkw sollen raus

Die Kommunalpolitik startet einen neuen Anlauf, um die Lkw aus dem Dorf zu verbannen. Mit Hilfe einer langfristigen Verkehrszählung will die Gemeinde Daten sammeln, die beweisen, dass eine umfassende Verkehrsberuhigung nötig ist.

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Bornhöveds Bürgermeister Dietrich Schwarz hofft auf die Daten der Verkehrszählgeräte, die in den Leitpfosten versteckt sind. Sie sollen beweisen, dass Bornhöved eine Verkehrsberuhigung braucht.

Quelle: Detlef Dreessen

Bornhöved. Außerdem schlägt der Bürgermeister vor, die Landesstraße 69 auf die Kreisstraße 52, die so genannte Kiesstraße, zu verlegen.

 Seit Jahren liegen die Bornhöveder dem Land in den Ohren, dass die Gemeinde vom Schwerlastverkehr befreit werden müsse. In Mühlenstraße, Kronberg und Kuhberg donnern tonnenschwere Fahrzeuge durch die Dorfstraßen, um Maut zu sparen - teilweise wenige Zentimeter von Kinderwagen entfernt.

 Nun wurden allen Ortseingängen Messegeräte aufgestellt. Äußerlich sehen sie aus wie gewöhnliche Leitpfosten. Im Inneren jedoch sind Sonden enthalten, die die Größe der vorbeifahrenden Fahrzeuge ebenso wahrnimmt wie deren Fahrtrichtung und Geschwindigkeit. „Es wird aber nicht fotografiert“, beruhigte Bürgermeister Dietrich Schwarz. Wer mit zu viel Tempo vorbei fährt, muss keinen Bußgeldbescheid fürchten.

 Per Funk sind die Geräte mit einem Rechner in einem Ingenieurbüro verbunden. „Die erste Auswertung soll im Oktober vorliegen“, kündigt Schwarz an. Nach einem halben Jahr Winterpause solle ab April noch einmal ein halbes Jahr gemessen werden.

 Der Eigenanteil in Höhe von 10000 Euro lohnt sich für die Gemeinde, wenn Ende des kommenden Jahres feststehen sollte, dass eine Verlegung der Landesstraße sinnvoll ist, meint Schwarz. Die Landesstraße, die von Gnissau nach Bornhöved führt, läuft im Dorf zurzeit durch den maroden Kronberg und die schmale Mühlenstraße. Der überörtliche Verkehr wäre besser auf der Kiesstraße südlich der Gemeindebebauung aufgehoben, findet der Bürgermeister. Deren Fahrbahn wurde für schwere Transportfahrzeuge dimensioniert. Die Straßen im Dorf könnten dann, nach einer Komplettsanierung durch das Land, an die Gemeinde übergehen.

 Von einer Verlegung würden Land und Gemeinde profitieren, argumentiert der Bürgermeister. Das Land, das für eine grundlegende Reparatur der maroden Straßen Kronberg und Mühlenstraße zuständig ist, würde Geld sparen. Denn Fahrbahnen von Gemeindestraßen müssten nicht so breit wie Landesstraßen ausgebaut werden. So wäre wieder Platz für einen breiten Bürgersteig, auf dem die Bornhöveder auch mit Kinderwagen gefahrlos spazieren können. Schwarz betont: „Und wir bestimmen dann, wie schnell gefahren wird.“

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