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Bornhöveder See Baden und Surfen

Alles bereit für die Badesaison am Bornhöveder See: Kioskbetreiber Willi Niklasson hat die Gefrierschränke aufgefüllt, die Anlage auf Vordermann gebracht, und der Kreis Segeberg hat Ende Mai eine ausgezeichnete Wasserqualität im See bescheinigt. In Planung ist zudem ein offener WLAN-Zugang für Badegäste.

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Willi Niklasson ist stolz auf die von ihm gepflegte Badestelle am Bornhöveder See. Bei einer Kontrolle des Kreises Ende Mai wurde eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt.

Quelle: Detlef Dreessen

Bornhöved. Praller Sonnenschein bei 25 Grad Celsius Lufttemperatur, ausgezeichnete Wasserqualität, saftig grüner Rasen: Die Vorzeichen stehen gut für ein paar schöne Schwimmbadtage am Bornhöveder See. Die ersten Sonnenhungrigen versammelten sich in den vergangenen Tagen schon auf der großen Liegewiese. Ins Wasser trauten sich allerdings die wenigsten.

 „Noch ist es zu windig“, erklärt Kioskbetreiber Willi Niklasson. Seit fünf, sechs Jahren versorgt er die Badegäste mit Cola, Eis und anderen Leckereien. „Am Wochenende wird es wieder richtig voll“, prognostizierte der 70-Jährige, der von den Badegästen nur „Willi“ genannt wird.

 Damit keiner hungrig bleibt, hat Willi die Gefrierschränke aufgefüllt. An der Tür hängen Schürzen. „Chefkoch Will“ und „Eisfee Ute“ steht darauf. „Meine Nichte Ute Siems hilft mir manchmal“, freut sich der Chefkoch, der mit dem Spruch wirbt: „Von der Ostsee bis zum Wilden Westen – Willis Pommes sind die besten.“ Wenn es im Sommer richtig brummt, kann einer allein die hungrigen Mäuler kaum stillen.

 Noch ist es allerdings ruhig, für Willi bleibt viel Zeit für Klönschnacks mit zufälligen Besuchern, und fürs Aufhübschen des Geländes. „Das soll hier alles schier sein“, findet er. Schließlich kommen Gäste bis aus 30 Kilometer Umkreis. „Die sollen sich hier wohlfühlen, und ich will es um mich herum ja auch schön haben.“

 Dafür, dass er Rasen mäht, Mülleimer leert und auch sonst nach dem Rechten schaut, muss der Rentner keine Pacht bezahlen. „Sonst würde sich das hier nicht lohnen“, stellt er klar. An kühlen Tagen ist kein Geschäft mit dem Kiosk zu machen. Und Kartenverkauf gibt es auch nicht. „Es kostet hier keinen Eintritt. Dafür ist die Badestelle aber unbewacht. Eltern müssen selbst auf ihre Kinder aufpassen.“

 Sorgen bereiten dem Hüter der Badestelle das Rowdytum mancher jungen Leute, die nachts zum Feiern an die Badestelle kommen. „Die sollen ja ruhig feiern“, findet er. Aber dass sie Glasflaschen zerschmeißen, das gehe nicht an. „Die kleinen Scherben die überall liegen, bekommt man nicht aufgesammelt. Und dann treten sich kleine Kinder die Scherben in den Fuß.“ Tagsüber, wenn Willi da ist, passiert so etwas nicht: „Die Jugendlichen hören dann auf mich.“

 Auch die Gemeinde will etwas dazu beitragen, dass die Besucher den See nutzen. Geplant ist die Erneuerung von Spielgeräten und Badestegen im kommenden Jahr. Vielleicht noch in diesem Sommer soll neuen Formen des Sonnenbadens Rechnung getragen werden – mit einem offenen WLAN-Zugang zum Internet. Auf dass die Badegäste per Smartphone oder Tablet noch mehr Badegäste nach sich ziehen, indem sie auf Facebook oder Twitter in alle Welt verbreiten: „Sonnenbaden am Bornhöveder See: Herrlich!“

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