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Skepsis gegenüber Gleisausbau

Ellerau Skepsis gegenüber Gleisausbau

In Ellerau wurde die „Bürgerinitiative Bahntrasse“ ins Leben gerufen. Ihr Ziel: den geplanten Ausbau der AKN-Strecke zwischen Kaltenkirchen und Hamburg-Eidelstedt für die Anlieger in Ellerau und Quickborn erträglich zu machen.

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Schon jetzt fahren die Züge am Hamburger Weg in Ellerau dicht an den Häusern entlang.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Ellerau / Kaltenkirchen. Entlang der Bahnstraße in Ellerau soll vermutlich ab 2017 mit der Gleiserweiterung und der Elektrifizierung der derzeitigen AKN-Strecke begonnen werden, die dann künftig als S21 von der Hamburger Hochbahn betrieben wird. Über 30 Eigentümer müssten nach Auskunft von Markus Spiering, Sprecher der Initiative, eine Teilenteignung ihrer Grundstücke hinnehmen, wenn ein zusätzliches Gleis entsteht. In Folge der geplanten Taktverdichtung und der Elektrifizierung mit Oberleitungen werden zudem gesundheitliche Folgen durch Lärm und Elektrosmog befürchtet.

 „Eine Menge alteingesessener Quickborner und Ellerauer Bürger und viele junge Familien entlang der Bahnstraße blicken mit großer Sorge in die Zukunft“, sagt Spiering, der die Bürgerinitiative mit gegründet hat. Selbstverständlich seien Investitionen in die Infrastruktur notwendig, räumt er ein, „aber die Notwendigkeit eines zweiten Gleises samt Elektrifizierung, nur wenige Meter von unseren Häusern entfernt, sehen wir skeptisch.“

 Die Bürgerinitiative habe keinesfalls vor, alles stur zu blockieren, was die Anwohner im Bereich Bahnstraße und Hamburger Weg betreffe, betont Spiering. „Wir möchten aber mit den Politikern von Ort, in den Kreistagen und in den Landesparlamenten zu einer für alle Seiten erträglichen Lösung gelangen“, wünscht er sich, „denn wir verstehen uns als Sprachrohr der Anwohner sowie als Anlaufstelle der Politiker.“

 Durch Elektrifizierung und Gleiserweiterung wird eine umstiegsfreie Verbindung zwischen Kaltenkirchen und dem Hamburger Hauptbahnhof möglich - bislang endet die AKN in Hamburg-Eidelstedt. „Das soll fünf Minuten Zeitersparnis im Vergleich zur aktuellen Situation geben“, erkärt Spiering. „Und man erhofft sich über 90 Prozent mehr Fahrgäste.“

 Ob die zu erwarteten Baukosten von mindestens 90 Millionen Euro die „schöngerechneten Fahrgastzahlen und die knappe Zeitersparnis“ rechtfertigen würden, will die Bürgerinitiative unter anderem kritisch hinterfragen.

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