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Bürgerentscheid mit langer Frage

Henstedt-Ulzburg Bürgerentscheid mit langer Frage

Am Sonntag, 11. Oktober, entscheiden die Henstedt-Ulzburger in einem Bürgerentscheid über die Bebauung der Pinnauwiesen im Bereich der Hamburger Straße/Kadener Chaussee/Brombeerweg. Dort soll ein Wohngebiet entstehen.

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Henstedt-Ulzburgs Bürgermeister Stefan Bauer zeigt das umstrittene Gelände an den Pinnauwiesen, auf dem die Grundstücksgesellschaft Manke Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser errichten möchte.

Quelle: Alexander Christ

Henstedt-Ulzburg. Auf den Pinnauwiesen will die Henstedt-Ulzburger Grundstücksgesellschaft Manke auf einem 26600 Quadratmeter großen Areal Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser errichten. Dagegen wehrt sich die Anwohnerinitiative „HU-Transparent“.

 Deren Mitglieder haben Anfang 2015 per Bürgerbegehren den Bürgerentscheid durchgesetzt und möchten, dass ein Großteil der Fläche als Ruhe- und Erholungszone für Bürger sowie Lebensraum für Tiere und Pflanzen erhalten bleibt. Außerdem befürchten die Anwohner, dass durch den Bau neuer Eigenheime das Verkehrsaufkommen, insbesondere im Bereich des Brombeerwegs, erheblich zunehmen werde. Ihre Forderung: statt der von Manke gewollten 26600 sollen nur 9600 Quadratmeter bebaut werden.

 Bei einer von der Gemeinde organisierten Informationsveranstaltung am Donnerstag, 17. September, ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus an der Beckersbergstraße haben Gegner und Befürworter der beiden Varianten die Möglichkeit, ihre Standpunkte noch einmal deutlich zu machen. Darüber hinaus wollen Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung über den aktuellen Sachstand in der Auseinandersetzung berichten.

 Die Frage des Bürgerentscheids ist lang und kompliziert:

Sind Sie dafür, den Aufstellungsbeschluss vom 5. November 2012 zur vierten Änderung des Bebauungsplanes 96 „Hofstelle Schacht – Kadener Chaussee (L 75)/Hamburger Straße (L 326)“ so zu ergänzen, dass eine Bebauung nur auf den Baufeldern acht bis zehn (gemäß Beschluss vom 9. Februar 2015) erfolgt?“

 Wer mit Ja antwortet, stimmt der von der Bürgerinitiative gewollten, abgespeckten Variante mit 9600 Quadratmeter zu. Nein bedeutet, dass der derzeit gültige Aufstellungsbeschluss vom November 2014 mit der großen, von Manke gewollten Baufläche umgesetzt wird.

 Voraussetzung für die Rechtsgültigkeit des Bürgerentscheids ist, dass mindestens 16 Prozent der wahlberechtigten Henstedt-Ulzburger ihre Stimme abgeben. Stimmt die Mehrheit nicht mit Ja, behält der Bebauungsplan seine Gültigkeit. Für Volker Manke, Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft Manu-Bau, ist das das erklärte Ziel. „Der im November gefasste Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans ist schon ein Kompromiss, der damals auch von der Gemeindevertretung mitgetragen wurde.“

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