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Rewe-Streit: Enttäuschung ist groß

Henstedt-Ulzburg Rewe-Streit: Enttäuschung ist groß

Die Enttäuschung der Initiatoren des Bürgerentscheides gegen Rewe in Henstedt-Ulzburg ist nach dem Beschluss des Oberverwaltungsgerichtes groß: „Wir haben versucht, eine Urteilsbildung und Mitsprache unserer Mitbürger zur Ortsentwicklung zu erreichen. Das ist uns nicht gelungen.“

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Schon wieder hat's gebrannt

Der Bürgerentscheid gegen die Rewe-Ansiedlung in Henstedt-Ulzburg ist vom Tisch.

Quelle: REWE Group

Henstedt-Ulzburg. Die Schleswiger Richter hatten den Beschluss des Verwaltungsgerichtes, den Bürgerentscheid nicht zuzulassen, bestätigt und damit am Dienstagnachmittag den geplanten Bürgerentscheid gekippt.

Karin Honerlah, WHU-Fraktionsvorsitzende und ebenfalls gegen die Konzernansiedlung in der geplanten Dimension, akzeptiere die Entscheidung. „Das war ein offenes Verfahren. Aber auf hoher See und vor Gericht ist man eben in Gottes Hand“, meinte Honerlah. Sie bedauerte, dass die Kommunalaufsicht des Kreises Segeberg zusammen mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens eine nicht korrekte Fragestellung erarbeitet hatte. Tile Abel von der Wählergemeinschaft BFB akzeptierte die Rechtsprechung, „auch wenn es auf den ersten Blick nicht einleuchtet.“

Horst Ostwald, Fraktionsvorsitzender der SPD, war froh, dass es eine so schnelle Entscheidung des Gerichtes gegeben hatte. Auch Sven Oldag (CDU) war erleichtert und meinte, dass die Ansiedlungs-Befürworter „einiges in den vergangenen Monaten mitmachen mussten“. FDP-Fraktionsvorsitzender Klaus-Peter Eberhard sieht sich bestärkt durch den OVG-Beschluss und hatte sich gewundert, dass die Initiative den Weg zur nächsten Instanz gegangen war. „Das war Geldwegschmeißen“, erklärte der Liberale.

Die Aussagen von Initiativ-Sprecher Benno Colmorgen, dass sich möglicherweise nach der Kommunalwahl im Mai 2018 andere Mehrheiten ergeben würden, die dann andere Wege gehen würden, sehen die großen Parteien kritisch. „Die Bürgerinitiative hat von Anfang an gesagt, dass sie überparteilich ist und weist jetzt auf die Kommunalwahl hin“, erklärte Ostwald und sieht es als eine Art Drohung an.

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