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Polizei ermittelt in alle Richtungen

Angriff auf BM Kebschull Polizei ermittelt in alle Richtungen

War es ein Streit über einst geplante Wohnungen für Flüchtlinge oder etwas ganz anderes? Nach dem Angriff auf den Bürgermeister von Oersdorf ermittelt die Polizei weiter in alle Richtungen. Dabei geht es auch um frühere Drohungen. Joachim Kebschull befindet sich auf dem Weg der Besserung.

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Am Freitagabend wurden Blumen vor dem Haus von Oersdorfs Bürgermeister Joachim Kebschull niedergelegt.

Quelle: Nicole Scholmann

Oersdorf. Nach der Knüppelattacke auf Oersdorfs Bürgermeister Joachim Kebschull gehen die Ermittlungen der Polizei weiter. Neue Erkenntnisse gab es am Sonnabend zunächst nicht, sagte ein Polizeisprecher. Ob es sich um eine fremdenfeindliche Tat handelte, war weiter unklar. Am Vortag hatte ein Sprecher betont, die Polizei ermittele in alle Richtungen. „Dieser Satz hat für uns eine große Bedeutung“, stellte der Sprecher klar.

Unterdessen befand sich Bürgermeister Kebschull nach Angaben seines Stellvertreters auf dem Wege der Besserung. Er konnte das Krankenhaus am Sonnabend bereits verlassen, hält sich aber zunächst außerhalbs Oersdorfs auf. Vor dem Haus der Familie Kebschull waren am Freitagabend Blumen abgelegt worden, wie eine Sprecherin der Oersdorfer Wählervereinigung sagte.

Albig: "Feiger Angriff auch auf unser Land"

Ein Unbekannter hatte Kebschull am Donnerstagabend mit einem Knüppel oder Kantholz vor einer Ausschusssitzung der Gemeinde im Kreis Segeberg niedergeschlagen. Zuvor waren an den 61-Jährigen bereits rassistische Parolen und Bombendrohungen adressiert worden, sechs Polizisten mussten die Sitzung sichern. Dabei sollte es auch um die Zukunft eines alten Bauernhauses gehen, in dem nach mittlerweile verworfenen Plänen auch Flüchtlinge unterkommen sollten.

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sagte am Sonnabend beim Festakt zum 70-jährigen Bestehen des Landes in Eutin, dies sei „ein zutiefst feiger und hinterhältiger Angriff auch auf unser Land“ gewesen. „Alle unsere Wünsche sind bei Bürgermeister Joachim Kebschull.“ Mit ihm habe er noch am Freitag telefoniert, sagte Albig.

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Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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Kommunalpolitik gehört zu den Freizeitbeschäftigungen, in denen einem der Dank nicht hinterherschleicht. Zahllose Sitzungen, komplizierte Sachlagen, Themen wie die Flüchtlingskrise, die vor Ort bewältigt werden müssen, nicht nur in Kabinettssitzungen.

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