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Sparfuchs regiert seit 25 Jahren

Karl Menkens Jubiläum in Heidmoor Sparfuchs regiert seit 25 Jahren

Karl Menken ist ein Mann der Kontinuität. 1948 in Heidmoor geboren, dort aufgewachsen und zur Schule gegangen, hat er sein Dorf nie verlassen und dient ihm nun seit einem Vierteljahrhundert als Bürgermeister. Für Sonnabend, 9. Mai, der Tag, an dem sich sein Dienstjubiläum zum 25. Mal jährt, hat ihn seine Gemeinde zu einem Fest eingeladen.

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Karl Menken (66) ist seit 25 Jahren das Gemeindeoberhaupt in Heidmoor. Politisch engagiert hat er sich schon als junger Mann.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Heidmoor. Karl Menken übernahm das Amt des Bürgermeisters von seinem Vater, Edo Menken. Schon der hatte es auf immerhin 24 Amtsjahre gebracht. „Mein Vater und meine Mutter haben mir vorgelebt, für andere da zu sein“, erklärt Karl Menken sein Engagement für das Dorf. Schon 1974, im Alter von 25 Jahren, war er erstmals als Gemeindevertreter in das Dorfgremium eingezogen. Damals zählte Heidmoor gerade einmal 200 Einwohner.

 Bis heute hat sich die Heidmoorer Bevölkerungszahl auf 325 erhöht. „Wir waren auch schon einmal 460 Einwohner“, blickt Menken zurück. Nachdem ein Großteil des Geländes für den ursprünglich geplanten, aber nie realisierten Flughafen Kaltenkirchen auf Heidmoorer Gebiet vorgesehen war, wurden viele leerstehende Häuser abgerissen – als Vorsorge, damit Anwohner keine Hindernisse beim Flughafenbau darstellen.

 Karl Menken hat zusammen mit den Gemeindevertretern einiges in Heidmoor auf den Weg gebracht. Eine erste, größere Aufgabe war 1996 die Sanierung der Klärteiche – das wird Karl Menken im kommenden Jahr auch wieder anpacken. „Außerdem wurde der Bebauungsplan Wieseneck mit zehn Bauplätzen ausgewiesen“, erinnert sich Menken an die damalige Zeit.

 Mit dem Schließen der Dorfgasstätte im Jahr 1997 kümmerte sich Menken mit seiner Gemeindevertretung um den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses, das auch den Sportlern als Heim dient. „Neben öffentlichen Zuschüssen konnten wir die Finanzierung ohne Kredite durch sehr viel Eigenleistungen schaffen“, weist Menken auf die gute Dorfgemeinschaft hin. Im gleichen Jahr entstand auch noch der Radweg von der Waldchaussee in Heidmoor nach Bokel.

 Ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt für Heidmoor war im Jahr 2000 die Erstellung eines Landschaftsplans. Darin wurde bestimmt, welche Flächen bebaut werden können und wo es naturbelassen bleibt. Im Zuge dessen konnte sieben weitere Bauplätze ausgewiesen werden. Das hatte aber zur Folge, dass das eigene Klärwerk ab dem Jahr 2002 nicht mehr ausreichte. Heidmoor wurde Mitglied beim Wasserbeschaffungsverband Brookstedt. „Damals haben wir dann gleich die Außenbezirke an die Kanalisation angeschlossen“, sagt Menken.

 Im Jahr 2003 und 2004 krempelte die Dorfgemeinschaft wieder einmal die Ärmel hoch, um das Feuerwehrgerätehaus zu erweitern und zu modernisieren. „Auch diese Baumaßnahme konnten wir mit eigenen Mittel bestreiten“, sagt der 66-Jährige stolz.

 2011 erhielt Heidmoor ein eigenes Dorfwappen und eine Dorffahne. Außerdem konnte in diesem Jahr ein neues Feuerwehrfahrzeug ohne Kredite angeschafft werden – dank eines Zuschusses und sparsamer Haushaltsführung. Um einiges attraktiver ist das Dorf im Jahr 2012 mit dem Anschluss der Breitbandversorgung an die Stadtwerke Barmstedt geworden. Und noch immer ist das Dorf schuldenfrei.

 Umstellen muss sich das Gemeindeoberhaupt aber im Jahr 2016. Dann muss die Abwasserkanalisation saniert werden. Rund 500000 Euro Kosten kommen auf Heidmoor zu, eine Summe, die zum größten Teil erstmals mit einem Kredit finanziert werden muss.

 „Ich habe niemals daran gedacht, mein Amt als Bürgermeister aufzugeben“, versichert Menken. „Die Arbeit hat mir immer Spaß gemacht. Außerdem bin ich immer sehr gut von meiner Ehefrau unterstützt worden.“ Hinzu kommt, dass es in der Gemeindevertretung nur eine Fraktion der neun Abgeordneten gibt. Fünf davon gehören wie Menken der CDU an. „Außerdem darf bei uns jeder Anwesende während der Gemeindevertretung mitreden.“ In anderen Gemeinden ist das oft nur auf die Fragezeiten zu Beginn oder am Ende der Sitzung beschränkt.

 Neben seiner großen Leidenschaft, der Kommunalpolitik, hält Menken auch den Vorsitz im Sportverein und ist Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr. „Im Vergleich zu früher ist es heute allerdings schwerer, Menschen für die Kommunalpolitik zu begeistern“, stellt Karl Menken fest. Und auch für ihn ist ein politisches Ende absehbar: „Bei der nächsten Kommunalwahl 2018 trete ich nicht wieder an, dann bin ich 70 Jahre alt.“

 Dass dann erneut ein Menken das Amt anstrebt, ist eher unwahrscheinlich. Weder eines der drei Kinder seiner Ehefrau noch ihre gemeinsame Tochter ist derzeit in der Gemeindevertretung aktiv.

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