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„Neubau“ für Bundespolizei

Bad Bramstedt „Neubau“ für Bundespolizei

1,7 Millionen Euro hat es gekostet, eine frühere Mannschaftsunterkunft der Bundespolizei in ein modernes Verwaltungsgebäude umzubauen. „Dafür hätte man wahrscheinlich auch einen Neubau bekommen“, sagte Stefan Kortmann von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gestern bei der Einweihungsfeier des Hauses, „aber es entspricht auch so einem Neubau.“

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Stefan Kortmann (rechts) von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergab dem Polizeipräsidenten Joachim Franklin einen symbolischen Schlüssel für das sanierte Bürohaus in Bad Bramstedt.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Der Gebäude stammt noch aus der Anfangszeit des Bundesgrenzschutzes in Bad Bramstedt. Am 30. Juni 1964 war das Genzschutzkommando Küste in die Stadt gekommen. In das Haus zog eine Fernmeldeausbildungshundertschaft ein. Die spätere Aufgabe der angehenden Grenzschützer war es, den Funkverkehr für die Bewachung der innerdeutschen Grenze sicherzustellen. Polizeipräsident Joachim Franklin erinnerte gestern in seiner Ansprache an die damaligen militärischen Strukturen des Grenzschutzes. Die Beamten waren noch kaserniert. „In dem Gebäude gab es Vier-Mann-Stuben. Frauen wurden erst 1989 vom Bundesgrenzschutz aufgenommen.“ Auf dem Platz vor dem Gebäude musste die Mannschaft regelmäßig früh morgens antreten, was dann der Kommandeur des Grenzschutzkommandos Küste beobachtete, wenn er seinen Arbeitsplatz aufsuchte. Der habe so manches zu beanstanden gehabt, was wohl auch ein Grund war, weshalb die Fernmelder sich bald eine neue Bleibe auf dem Gelände suchten, erzählte Franklin.

 In den 1990er Jahren wurde das Gebäude vom Grenzschutzamt Hamburg als Verwaltungssitz genutzt, bis diese Abteilung dann 1998 mit der zweiten Bundesgrenzschutzreform nach Hamburg zog. Polizeigeschichte schrieb das Haus 2008, weil von hieraus die Sicherung des G-8-Gipfels in Heiligendamm koordiniert wurden.

 Doch das Gebäude war marode. „Es hatte ein Flachdach mit innen liegenden Regenrinnen“, erinnert Franklin. „Welcher Architekt hat sich das nur ausgedacht?“, fragte der Polizeipräsident. Das Mauerwerk sei durchfeuchtet gewesen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben entschied sich aber trotz des schlechten Zustandes für eine Sanierung. Ein weiteres gleichartiges Haus aus der Anfangszeit des Grenzschutzes wurde aber abgerissen.

 Heute erinnert nichts mehr an die militärische Vergangenheit. 25 Mitarbeiter haben in dem Haus nun einen hochmodernen Arbeitsplatz in 21 Büros. Allein 9000 Meter IT-Kabel wurden während der 15-monatigen Sanierungszeit verlegt. Neben Verwaltungsmitarbeitern der Bundespolizei haben hier auch Berufsverbände, der Personalrat und die Gleichstellungsbeauftragte ihr Büro.

 Eine Besonderheit in dem sanierten Gebäude ist das Eltern-Kind-Zimmer. „Wenn Kindergarten oder Schule ausfallen, können die Mitarbeiter ihr Kind mit zur Arbeit bringen“, erläuterte Polizei-Pressesprecher Matthias Menge. In dem Zimmer finden die Kinder Spielzeug, auch eine Wickelkommode und ein Kinderbett steht bereit. Vater oder Mutter haben dort ihr Kind unter Kontrolle, während sie an dem mit Computer ausgestatteten Schreibtisch ihrer Arbeit nachgehen.

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