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Bergung mit schwerem Gerät

Bundesstraße 206 Bergung mit schwerem Gerät

Spektakulär verlief die Bergung eines Lkw. Am Mittwochnachmittag war die B206 zwischen Hasenmoor und der A7-Anschlussstelle bei Bad Bramstedt von etwa 15 bis 18.30 Uhr gesperrt.

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Nur schweres Bergungsgerät mit Kran und Abschleppwagen konnte den auf der B 206 bei Hasenmoor verunglückten Lastzug aus dem Graben hieven.

Quelle: Gerrit Sponholz

Hasenmoor. Der Lastzug war von der Straße abgekommen und in den Graben geraten. Der Lkw-Fahrer aus Ungarn war mit einem leeren Lastwagen einer österreichischen Firma auf gerader Strecke in Richtung Bad Segeberg unterwegs gewesen. Der 58-Jährige kam aus Richtung der Autobahn und wollte nach eigenen Angaben nach Lübeck, um Fracht abzuholen. Auf der B206 im Waldgebiet zwischen der A7 und der Abzweigung nach Bimöhlen geriet er mit seinem Lastzug offenbar durch eine Unachtsamkeit nach rechts von der Straße ab und in einen Graben, teilte die Polizei mit. Dort steckte die Zugmaschine samt Anhänger fest und konnte sich nicht mehr mit eigener Motorkraft befreien. Der Mann blieb unverletzt.

 Zwei Bergungsfahrzeuge der Firma Autoservice Blask aus Langeln (Kreis Pinneberg) wurden bestellt. Die Mitarbeiter Andreas Wentzel, ein Kfz-Meister, und Philipp Stieboldt, ein Kfz-Mechatroniker, hatten alle Hände voll zu tun.

 Der Lkw war zwar ohne Fracht unterwegs, aber immerhin noch rund 15 Tonnen schwer. Außerdem hatten sich die Räder in den Untergrund gegraben und der Lkw teilweise eine Schräglage von 45 Grad. Deshalb entschieden sich Wentzel und Stieboldt, den Lastzug nicht herauszuziehen, sondern herauszuheben. Dafür musste die Straße komplett gesperrt werden. Diese Arbeit übernahmen Mitarbeiter des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr.

 Das Bergungsteam entschied sich für eine Bergung in zwei Schritten, berichtet Stieboldt. Erst den Auflieger auf die Straße zurückhieven, dann die Zugmaschine. Um den Anhänger hochheben zu können, wurde der Krupp-Mobilkran mit einer Hubkraft von 77 Tonnen an den Unfall-Lkw manövriert. Neuwert des Krans: rund 180000 Euro. Ein sogenanntes Hub-Trapez mit Trageseilen auf jeder Seite wurde von oben am Lkw heruntergelassen. Die Enden wurden an Aufhängungen an der linken und der rechten Seite des Anhängers befestigt.

 Der Kran sollte den Anhänger hochheben. Um ihn nun auch in die gewünschte Richtung hin zur Fahrbahn ziehen zu können, wurde am Lkw weitere Seile angebracht, die in waagerechter Ausrichtung den Lkw-Anhänger mit einem zweiten Bergungs-Lkw verbanden, einem vierachsigen MAN TGS 41.480. Er ist nach Angaben von Phillip Stieboldt fast eine halbe Million Euro wert. Der MAN verfügt über zwei Seilwinden mit einer Zugkraft von jeweils 24 Tonnen.

 Der Kran hob den Anhänger hoch, die waagerechte Seilwinde zog ihn zentimeterweise Richtung Fahrbahn. Die schwere Zugmaschine wurde in ähnlicher Weise auf die Straße zurückgeholt. Der Lastzug wurde dann von dem Bergungsunternehmen in eine Werkstatt geschleppt. Die beschädigte Bankette wurde tags darauf von der Straßenmeisterei instandgesetzt.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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