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Storjohann wieder Kandidat

Bundestagswahl 2017 Storjohann wieder Kandidat

Die CDU-Mitglieder im Wahlkreis Segeberg/Stormarn-Mitte haben Gero Storjohann aus Seth erneut als Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2017 nominiert. Der Bundestagsabgeordnete setzte sich mit 81 Prozent der Stimmen gegen Sebastian Fuß aus Fahrenkrug durch.

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Gero Storjohann (von links) nimmt die Glückwünsche von Tobias Koch, CDU-Kreisvorsitzender in Stormarn, Landtagsabgeordnetem Axel Bernstein und Konkurrent Sebastian Fuß entgegen.

Quelle: Harald becker

Kreis Segeberg. Das Interesse der Parteimitglieder war groß. Gerechnet hatten die Organisatoren mit 250 Besuchern im Bürgerhaus in Henstedt-Ulzburg, gekommen waren 332 Mitglieder. 268 entschieden sich für Storjohann, der seit 2002 dem Bundestag angehört, Fuß erhielt 63 Stimmen.

 Zu Beginn hatte Versammlungsleiter und Bundestagsabgeordneter Johann Wadephul mit einem Münzwurf entschieden, dass Herausforderer Fuß als Erster seine Vorstellungsrede hielt. Ausführlich schilderte der kreisweit wenig bekannte Kommunalpolitiker, der seit 1998 der CDU angehört, seinen Werdegang. Die vergangenen 14 Jahre war der dreifache Familienvater als Marineoffizier meist zur See gefahren. „Momentan absolviere ich ein Managementstudium an der ESB Business School in Reutlingen.“ In Fahrenkrug führt Fuß seit drei Jahren die CDU-Fraktion.

 Seine politische Grundausrichtung nahm breiten Raum ein. „Rechts von der CDU darf es keine Partei geben“, sagte Fuß. Die CDU sei unter Bundeskanzlerin Angela Merkel zu sehr in die Mitte gerückt. „Das System Merkel darf uns nicht weiter sozialdemokratisieren.“ Er kritisierte die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin. „Dass wir helfen müssen, ist klar. Doch die Flüchtlinge aus den Terroristen-freundlichsten Ländern, ohne sie zu registrieren, einreisen zu lassen, wirft doch Fragen auf. Damit bin ich noch lange nicht rechtspopulistisch, wie mir von Seiten einiger CDU-Kreispolitiker vorgeworfen wurde. Der konservative Flügel der CDU muss wieder gestärkt werden. Das biete ich Ihnen an“, schloss Fuß.

 Storjohann legte sein politisches Gewicht mit „dem ganzen dazugehörigen Beziehungsgeflecht“ in die Waagschale. Als Verkehrsexperte habe er die Weichen für den Bau der A20 und A21 sowie der Instandsetzung der Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal mit gestellt. „Als stellvertretender Vorsitzender des Petitionsausschusses bin ich gern Ansprechpartner der Bürger, die auf Missstände und Einzelschicksale aufmerksam machen.“ Der Vater dreier Söhne lobte im Gegensatz zu Fuß Kanzlerin Merkel: „Es gibt keine bessere Politikerin in Europa. Sie hört sich alle Argumente an und entscheidet dann unaufgeregt und überlegt.“ Bei den Fraktionssitzungen bleibe die Kanzlerin immer bis zum Schluss und kläre ausführlich über Sachverhalte und ihre Sicht der Dinge auf. „Diese Politik will ich unterstützen und Rot-Rot-Grün verhindern..“

 Als Fürsprecher für Storjohann gaben sich EU-Abgeordneter Reimer Böge, Kreispräsident Winfried Zylka, die Norderstedter Stadtvertreterin Doris Vorpahl und der Henstedt-Ulzburger CDU-Ortsvorsitzende Michael Meschede zu erkennen. Meschede wünschte sich allerdings von Storjohann, dass er „mehr Kante zeigen möge“. Storjohann erwiderte: „ Das mache ich auch. So war ich gegen die Maut. Doch dies hat kaum einer wahrgenommen.“ Sebastian Fuß wurde vom Fahrenkruger CDU-Gemeindevertreter Bernd Reimers für seine kommunalpolitische Arbeit, Verlässlichkeit und den Mut zur Kandidatur gelobt.

 Am großen Applaus für Storjohann war der spätere Wahlausgang abzulesen. Er freute sich über den Sieg. „Das Ergebnis ist so in Ordnung und gibt mir Rückenwind.“ Fuß sagte, er könne mit dem Wahlergebnis durchaus leben. „Es zeigt, dass die Konservativen durchaus einen Platz in der CDU haben.“

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