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S-Bahn 21 soll 2020 rollen

AKN-Ausbau nach Kaltenkirchen S-Bahn 21 soll 2020 rollen

Die CDU drückt beim Ausbau der AKN-Eisenbahn zur S-Bahn-Linie 21 von Hamburg-Eidelstedt bis Kaltenkirchen aufs Tempo. Die „Langsamkeit“ der Landesregierung habe zu einer „erheblichen Verzögerung“ bei den Planungen geführt, kritisierten Landtagsabgeordnete. Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) wies die Vorwürfe zurück: Das Projekt sei voll im Zeitplan.

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Der Ausbau der AKN-Strecke von Hamburg-Eidelstedt nach Kaltenkirchen zu einer S-Bahn-Linie soll bis 2020 erledigt sein.

Quelle: Montage SZ

Kaltenkirchen. „Bereits im Jahr 2011 hat die damalige CDU-Regierung für die Elektrifizierung der AKN eine Vorplanung und eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese sollten bis 2012 abgeschlossen sein“, erklärte CDU-Politiker Dornquast (Henstedt-Ulzburg) und führte aus: „In Hamburg und in Schleswig-Holstein besteht weitestgehend Einigkeit für dieses Projekt. Heute, nach drei Jahre SPD-Regierung, gibt es aber immer noch keine Planungssicherheit und keine gesicherte Finanzierung.“ Die SPD-geführte Landesregierung habe sich lieber „mit dem sinnlosen Projekt der Stadtregionalbahn in Kiel beschäftigt“. Dieses – so Dornqast – „Hirngespinst“ sei inzwischen begraben worden. Aber leider seien dadurch Planungskapazitäten jahrelang sinnlos gebunden worden. „Darunter leiden viele Einwohner in der Metropolregion Hamburg“, monierte Dornquast und fordert wie Landtagskollege Peter Lehnert (Bilsen), dass spätestens 2019 der S-Bahn-Ausbau fertig sein müsse. In ihrer Antwort auf Dornquasts Anfrage hatte die Landesregierung zuvor Verzögerungen im Zeitplan einräumen müssen.

 Der Landtag hatte bereits im Dezember 2011 fraktionsübergreifend einen Antrag verabschiedet und die damalige Landesregierung aufgefordert, die Elektrifizierung der rund 30 Kilometer langen AKN-Strecke von Kaltenkirchen bis Eidelstedt zusammen mit Hamburg zu forcieren. Bis Ende 2012 sollten danach die förderrechtlichen Voraussetzungen gegenüber dem Bundesverkehrsministerium geschaffen werden. „Nun haben wir bereits den Mai 2015 erreicht und müssen mit weiteren Verzögerungen im Hinblick auf das Planfeststellungsverfahrens rechnen“, kritisierte Lehnert kürzlich im Landtag. „Der zügige Ausbau der AKN-Strecke zur S 21 ist sowohl verkehrspolitisch notwendig als auch ökologisch geboten und wirtschaftlich sinnvoll. Es ist uns durch den Einsatz zahlreicher Akteure in den vergangenen Jahren gelungen, mit erheblichem Investitionsaufwand die AKN-Strecke zwischen Eidelstedt und Kaltenkirchen fast komplett zweigleisig auszubauen. Damit haben wir eine hervorragende Grundlage und gute Ausgangsposition für die dringend notwendige Elektrifizierung“, unterstrich Lehnert.

 Die Landesregierung werde die S 21 zügig realisieren, betonte Verkehrsminister Meyer. Ministeriumssprecher Harald Haase teilte mit: „Das Projekt ist eines der herausragenden Eisenbahninfrastrukturprojekte für die Landesregierung.“ Das Planfeststellungsverfahren soll noch dieses Jahr beginnen und Ende 2017 abgeschlossen sein. Erst danach können Schleswig-Holstein und Hamburg Fördermittel des Bundes beantragen. 2018/19 werde gebaut, und ab 2020 sollen dann die ersten neuen S-Bahnen vom Hamburger Hauptbahnhof nach Kaltenkirchen rollen. Die Investitionskosten werden auf rund 75,5 Millionen Euro geschätzt. Hinzu kommen Planungskosten. Der Bund könnte bis zu 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten übernehmen, gesetzlich verpflichtet ist er dazu aber nicht.

 Nicht nur die CDU-Landtagsabgeordneten Dornquast und Lehnert fordern mehr Tempo bei der S-Bahn-Planung: Auf Initiative der Stadt Kaltenkirchen wurde mit Henstedt-Ulzburg, Quickborn, Ellerau, Bad Bramstedt und den Ämtern Kaltenkirchen-Land und Kisdorf eine Unterschriftenaktion gestartet. Listen wurden an öffentlichen Einrichtungen, Schulen, Kindergärten, Geschäfte, Banken und Arztpraxen sowie Vereine und Verbände verteilt. Daneben besteht auch für alle die Möglichkeit, sich die Liste von der Homepage der Stadt unter www.kaltenkirchen.de auszudrucken und selbst im Verwandten- und Bekanntenkreis Unterschriften zu sammeln.

 Bis Ende Mai liegen die Listen noch aus. Über 2000 Bürger haben schon unterschrieben. Wer privat eine eigene Liste erstellt hat, sollte sie bis zum 5. Juni im Rathaus abgeben. „In zahlreichen Gesprächen stelle ich immer wieder fest, dass die Bevölkerung und Geschäftsleute den Ausbau der AKN-Linie erwarten und sich große vielfältige Vorteile davon versprechen“, erklärte Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause. „Die Stadt rückt näher an Hamburg und die Metropolregion heran, zieht weitere Einwohner, Kunden und Arbeitskräfte nach Kaltenkirchen und ermöglicht den Einwohnerinnen und Einwohnern unserer Stadt und Region eine einfachere und schnellere Verbindung nach Hamburg. Hamburg und Schleswig-Holstein profitieren nachhaltig, und die dann weiter steigenden Fahrgastzahlen werden es bestätigen.“ Die Unterschriftenlisten sollen Mitte Juni an den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Torsten Albig und Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz übergeben werden.

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