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CDU will keinen „Schnellschuss“

Holstenstraße Kaltenkirchen CDU will keinen „Schnellschuss“

Die CDU plädiert erneut dafür, von Planungen für den Umbau der Holstenstraße, die durch die Stadtmitte führt, für längere Zeit Abstand zu nehmen. Frühestens in vier Jahren könne man daran denken, mit den Bürgern darüber zu diskutieren, schreibt der CDU-Vorsitzende und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Hauke von Essen in einer Pressemitteilung.

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Erst in vier Jahren sollte nach dem Willen der CDU mit der Bevölkerung darüber diskutiert werden, wie die Holstenstraße umgebaut werden könnte.

Quelle: KLAUS-uLRICH tÖDTER

Kaltenkirchen. Erst müsse auch das nötige finanzielle Polster da sein. Jetzt die Straße umzubauen oder dies auch nur zu planen, wäre nach seinen Worten „ein unüberlegter Schnellschuss“.

 Im Oktober hatte das Vorhaben schon einmal für erhebliche Diskussionen gesorgt. Damals hatten SPD, Wählergemeinschaft Pro Kaki und FDP in einer Sitzung des Bau- und Umweltausschusses einen Beschluss gefasst. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, der Stadtvertretung 2016 einen Zeitplan als Grundlage für den Umbau vorzulegen. SPD-Fraktionschef Bernd Schädler hatte im Zusammenhang mit der Holstenstraße von „der guten Stube Kaltenkirchens“ gesprochen und Pro-Kaki-Fraktionschef Reinhard Bundschuh davor gewarnt, dieses Thema auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben. Obwohl die drei Fraktionen sich auf den Beginn des Umbaus in eine sogenannte „Straße für alle“ noch gar nicht konkret festgelegt hatten, rührt sich die CDU jetzt erneut und zieht gegen das Projekt zu Felde.

 „Die Holstenstraße könnte besser aussehen“, gibt von Essen unumwunden zu, „die Fahrbahn sowie Geh- und Radwege sind nicht komfortabel.“ Der gegenwärtige Zustand sei ein Kompromiss, der die unterschiedlichen Interessen von Anwohnern, Geschäftsleuten, Auto- und Radfahrern und Fußgängern nicht wirklich berücksichtige. Die Straße sei sehr eng. Trotzdem meint die CDU, dass den Bürgern nicht schon wieder ein Umbau zugemutet werden könne, der für die Anlieger zudem teuer würde. „Das muss alles abgewogen werden“, so von Essen. Außerdem sei kein Geld da, weil die Stadt die Kosten für dringend notwendige Vorhaben wie den Bau der Feuerwache, die Sanierung des maroden Kisdorfer Weges, die Erschließung des Gewerbegebietes und die Erweiterung des Parkhauses verkraften müsse. „Diese strukturell wichtigen städtebaulichen Maßnahmen für unsere Stadt sollten erstmal Früchte tragen und auch Einnahmen in den Haushalt bringen“, argumentiert von Essen. Zudem müssten Schulden abgebaut werden, bevor die Holstenstraße für über 2 Millionen Euro umgestaltet werde.

 Unterstützung erhalten die Christdemokraten von Bürgermeister Hanno Krause, ebenfalls CDU. Für ihn ist die Holstenstraße „die diskussionswürdigste Straße“ der Stadt, bei der es von Anfang an nicht richtig gelaufen sei. Doch für einen aufwendigen Umbau müssten Zeit und Geld da sein. Beides sei im Augenblick nicht vorhanden. Die Stadt befinde sich in einem Umbruch, der die Bürger belastet habe und noch belaste. Zahlreiche Großprojekte hätten unbedingt angeschoben werden müssen, da sie keinen längeren Aufschub duldeten. Die Feuerwache sei ein Beispiel dafür. „Das müssen wir jetzt erst einmal abarbeiten“, meint der Bürgermeister. Erst dann sollten den Bürgern weitere Beeinträchtigen zugemutet werden, die der Straßenausbau auf alle Fälle nach sich ziehen würde. Deshalb sprach er sich dafür aus, das Thema für drei Jahre zu verschieben.

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