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Der „Undercover Boss“ war da

Charles Vögele Bad Segeberg Der „Undercover Boss“ war da

Bei „Undercover Boss“, einer „Real-Life-Doku“, arbeiten Führungskräfte unerkannt im eigenen Unternehmen, um sich ein Bild an der Basis zu verschaffen. Armin Funk, Deutschland-Geschäftsführer von Charles Vögele, arbeitete in der Bad Segeberger Filiale.

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Charles-Vögele-Filialleiterin Annelie Schaper (rechts), ihre Stellvertreterin Kerstin Krull (links) und Auszubildende Sina Großnick sind gespannt auf die Ausstrahlung von „Undercover Boss“ am Montag, 1. Februar, ab 20.15 Uhr auf RTL.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. RTL kann von Glück reden, dass Annelie Schaper an jenem Tag Urlaub hatte. „Ich hätte ihn sofort erkannt – allein schon an der Stimme“, sagt die Bad Segeberger Filialleiterin des Unternehmens Charles Vögele. In dem Modegeschäft wurde eine Folge der Reihe „Undercover Boss“ gedreht. Gezeigt wird sie am Montag, 1. Februar, ab 20.15 Uhr. Die Charles Vögele Trading AG ist ein Schweizer Mode-Einzelhandelsunternehmen mit Sitz in Pfäffikon.

 Die Aufnahmen entstanden bereits Ende Juli vergangenen Jahres. Den Mitarbeitern an der Hamburger Straße hatte man erzählt, es gehe um ein deutsch-schweizerisches Filmprojekt mit einem Arbeitslosen, schildert Kerstin Krull, die stellvertretende Filialleiterin („Deputy Store Manager“) bei Vögele ist. Der Mann sollte Stefan Möller heißen und ein ehemals Selbstständiger sein, der einen Job suche.

 Stefan Möller war aber in Wahrheit der 49-jährige Armin Funk, seit sieben Jahren Geschäftsführer des deutschen Ablegers von Charles Vögele. Er hatte sich für den RTL-Dreh deutlich verändert: Er ließ sich einen Vollbart wachsen, trug eine Brille und ließ sich blonde Strähnchen färben.

 „Ich hatte gleich das Gefühl, dass da etwas nicht stimmt“, sagt Kerstin Krull. Die Mitarbeiter seien vom Fernsehteam für den weiteren Dreh gecastet worden, am Ende fiel die Wahl auf die Auszubildende Lisa Köhler als Hauptansprechpartnerin des angeblichen Stefan Möller.

 Während die junge Angestellte vor der Kamera arbeitete, wurden ihre Kolleginnen eilig beiseite genommen. „Denen wurde gesagt, dass sie die Schnute zu halten haben“, schildert Filialleiterin Annelie Schaper schmunzelnd. Auch nach dem Abrücken der RTL-Leute durften sie Lisa Köhler nicht einweihen, denn zu „Undercover Boss“ gehört auch ein zweiter Teil, in dem der betreffende Mitarbeiter zum Chef in die Zentrale bestellt und dort mit dessen wahrer Identität konfrontiert wird. Das Schweigen fiel den Kolleginnen schwer, denn Lisa Köhler ließ nicht locker: „Ihr wisst doch irgendwas...“

 Letztlich fuhr die junge Frau dann aber doch ahnungslos nach Sigmaringen. in dem Ort in Baden-Württemberg befindet sich Armin Funks Büro, von dem aus er den wichtigsten Auslandsmarkt des Schweizer Modeunternehmens führt. Charles Vögele ist derzeit mitten in einem Umstrukturierungsprozess. Ein Grund ist die wachsende Konkurrenz durch den Onlinehandel, die auch dieses Unternehmen in den vergangenen Jahren zu spüren bekommen hat. Bei seinem Einsatz als „Undercover Boss“ wollte der Geschäftsführer herausfinden, wie die Umgestaltung der Filialen voran geht und ob die Mitarbeiter bei der Neu-Positionierung des Unternehmens genug eingebunden werden oder sogar überfordert sind.

 Im Gespräch mit seinen Leuten ist der 49-Jährige aber ohnehin. Annelie Schaper war schon mehrfach bei Tagungen und hat ihren obersten Chef dabei kennengelernt. „Wir waren auch einmal im kleinen Kreis zum Essen. Ich hätte ihn deshalb bestimmt erkannt.“ Armin Funk sei damals sehr nett gewesen und habe nach dem Essen gesagt: „Betrachten Sie sich alle als eingeladen.“

 Nun fiebert das Bad Segeberger Vögele-Team der Ausstrahlung der Sendung entgegen. Wer von den Mitarbeitern wie oft zu sehen ist, wissen sie nicht. Gedreht wurde nämlich auch in einer Filiale in Buchholz in der Nordheide und in einem Schweizer Logistikzentrum.

 Am Ende einer Folge von „Undercover Boss“ gibt es für die Mitarbeiter, mit denen er es zu tun hatte, meist eine besondere Überraschung. Ob das auch bei Lisa Köhler so ist und worum es sich dabei handelt, darf das Team nicht verraten. Sonst wäre der Boss am Ende doch noch sauer – und RTL auch.

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