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Ortsverein muss Aktivitäten streichen

DRK Bad Bramstedt Ortsverein muss Aktivitäten streichen

Der DRK-Ortsverein Bad Bramstedt hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Vor allem der neueröffnete DRK-Shop am Bleeck werde sehr gut angenommen, hieß es. Einzig die verweigerte finanzielle Unterstützung seitens der Stadt wurde kritisiert. Einige Aktivitäten könnten deshalb gestrichen werden.

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DRK-Ortsvereinsvorsitzender Jürgen Koppelin (links) ehrte Uwe Boll (79) für seine 60-jährige Mitgliedschaft.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Bad Bramstedt. Offizielle Grußworte der Stadt gab es auf der Jahreshauptversammlung des DRK am Wochenende nicht. Der Vorsitzende Jürgen Koppelin hatte den Bürgermeister oder Vertreter aus der Kommunalpolitik nicht eingeladen, weil er auf diese derzeit nicht besonders gut zu sprechen ist. Annegret Mißfeldt nahm auch nur als Mitglied an der Veranstaltung teil, nicht in ihrer Position als Bürgervorsteherin. 60 Mitglieder waren vor Ort, 600 zählt der Ortsverein insgesamt.

„Da sowohl das Amt-Bad Bramstedt Land als auch die Stadt Bad Bramstedt jede finanzielle Unterstützung für unsere Arbeit abgelehnt haben, müssen wir jetzt jedes Engagement des DRK-Ortsvereins auf den Prüfstand stellen. Von mancher Aktivität, die uns in der Vergangenheit wichtig war, werden wir uns eventuell verabschieden“, machte Koppelin seinem Ärger Luft. Auf Nachfrage erklärte er, dass das DRK bei der Stadt und den Amtsgemeinden einen einmaligen Zuschuss für Jugendarbeit und den Katastrophenschutz von jeweils 2000 Euro beantragt habe. Dieser sei aber mit dem Hinweis, das DRK sei ein Verein wie jeder andere, abgelehnt worden. Die Verweigerung finanzieller Mittel sei noch unverständlicher, da das DRK beim großen Flüchtlingsansturm den Kommunen sehr stark und ohne finanzielle Forderungen geholfen habe.

Enttäuscht zeigte sich Koppelin, der auch stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes ist, auch darüber, dass die kommunale Ebene, im Gegensatz zu Kaltenkirchen, das DRK nicht dabei unterstützt hat, als der Kreis den Rettungsdienstvertrag mit dem DRK Kreisverband gekündigt habe. „Die Rettungsstation Bad Bramstedt ist Eigentum des DRK Kreisverbandes, die Rettungswagen ebenfalls. Wird der Kreis diese Station und die Rettungswagen nun dem DRK abkaufen?" stellte Koppelin die Frage in den Raum.

Erfreulicher war die Bilanz in Hinblick auf den DRK-Shop in der Nähe des Rathauses. Statt kostenloser Kleiderausgabe, wie in der Vergangenheit, werden dort gut erhaltene Kleidungsstücke zu günstigen Preisen abgeben. „Unser Shop hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt", so der Vorsitzende. Mit den Einnahmen und Spenden könnten nicht nur die Mieten für die Einrichtungen des Ortsvereins bezahlt werden, sondern auch einzelne Projekte unterstützt werden.

Andere Projekte, wie das Sitztanzen in Großenaspe stellte Koppelin aber aus finanziellen Gründen in Frage. Auch die Beteiligung von Kranzniederlegungen am Volkstrauertag in Großenape und Bad Bramstedt fallen dem Rotstift zum Opfer. „Wir geben kein Geld mehr für Kränze aus, die dann nach zwei Wochen abgeräumt werden“, so Koppelins Begründung. Außerdem hat das DRK das Betreute Wohnen in der Altonaer Straße aus Kostengründen abgegeben.

Als Schwerpunkt der DRK-Arbeit nannte Koppelin unter anderem das Seniorenfrühstück, das einmal im Monat stattfindet. Bei zahlreichen Veranstaltungen im Jahr 2016, wie Faschingsfeier mit Sitztanz, Mitsingen bei Akkordeonmusik, Basteln, Modeschauen oder Vorträgen wurden 300 Besuchern gezählt.

Koppelin hob auch die Arbeit der DRK-Bereitschaft hervor, die bei vielen Veranstaltungen für Notfälle bereitsteht. 38 Dienstabende zur Fortbildung sowie 27 Sanitätsdienste wurden durch die Bereitschaft 2016 geleistet.

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