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Rettung im schweren Gelände

DRK Bad Segeberg Rettung im schweren Gelände

Reitunfälle passieren nicht selten in schwer zugängigem Gelände. Auch vom Regen aufgeweichte Wiesen und holprige Zufahrtswege mit tiefen Löchern sind für normale Rettungs-Fahrzeuge schlecht zu befahren. Die Bereitschaft des DRK-Ortsvereins Bad Segeberg besitzt jetzt einen geländegängigen Rettungswagen.

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Das DRK in Bad Segeberg besitzt jetzt einen geländegängigen Rettungswagen, der gerade bei Reitturnieren von Vorteil ist. Das freut auch Matthias Karstens, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein (Mitte), Rettungsassistent Florian Rubach (links) und Rettungssanitäter Boris Michael Staack.

Quelle: Gisela Krohn

Bad Segeberg. Das Fahrzeug bereits pünktlich zum Frühjahrs-Vielseitigkeits-Reitturnier auf dem Landesturnierplatz erstmalig eingesetzt werden. „Wir hatten am ersten Turniertag gleich einen Einsatz, weil jemand gestürzt war“, berichtet Rettungsassistent Florian Rubach, Bereitschaftsleiter für die Kreisstadt. Er ist froh über den Zuwachs. „Es ist ein generalüberholtes Fahrzeug, das wir von einem Fachhändler gekauft haben, der es total aufbereitet hat.“ Es sei Allrad getrieben und extra für Einsätze und Sanitätsdienste im unwegsamen Gelände entwickelt worden. Dieser „Modell Bayern“ genannte Mercedes-Transporter ist drei Meter hoch – also durch den höheren Radstand auch circa 10 bis 15 Zentimeter höher als andere Einsatzwagen. Die speziellen Reifen ermöglichen das Fahren auch auf sumpfigem, schlammigem Untergrund.

 Matthias Karstens, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein, sieht die Notwendigkeit eines solchen Spezialfahrzeuges. „Wir hatten zwar bei leichteren Strecken wie dem Vielseitigkeitsturnier noch keine Stürze an schwer erreichbaren Stellen, aber bei Veranstaltungen mit schwierigeren Streckenführungen kann das durchaus passieren.“ Die Europameisterschaft in Bad Segeberg habe so einen Parcours gehabt. „Aber auch auf einer unebenen Wiese ist dieses Einsatzfahrzeug ja von Vorteil, weil die Verletzten einfach nicht so durchgeschüttelt werden beim Transport.“ Ein Wagen, der sich auf matschigem Gelände festfahre, nütze niemand etwas, meint Rettungssanitäter Boris Michael Staack. „Auch Turniere in Hornsmühlen mit einem oft sehr weichen Gelände und viel Berg und Tal-Strecken sind für das neue Fahrzeug nun keine Schwierigkeit mehr.“

 Die gesamte Innenausstattung hat das Team in einer zehnstündigen Aktion sorgfältig eingeräumt, sodass alle vorgeschriebenen Hilfsmittel und Medikamente an ihrem vorgeschriebenen Platz sind. „Wie alle anderen Rettungswagen ist auch dieser im Ehrenamt betriebene voll ausgestattet und beinhaltet eine kleine Intensivstation mit Defibrillator und Beatmungsgerät“, erklärt Florian Rubach. Der Ortsverein ist auch auf anderen Großveranstaltungen wie etwa dem Public Viewing bei Möbel Kraft, Konzerten am Kalkberg oder den Karl-May-Spielen vor Ort.

 Im Winter verleiht der Verein das Allrad-Modell auch an den professionellen Rettungsdienst, damit der bei stärkeren Schneefällen und eventuellen Schneewehen besser vorankommt. Als ehrenamtliche Organisation braucht das DRK immer auch weitere Mitglieder. „Wir freuen uns über Unterstützung im Team“, sagt Rubach. „Wer mitmachen will, kann sich auch ohne Vorkenntnisse bei uns melden.“

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