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So macht Physik Spaß

Dahlmannschule Bad Segeberg So macht Physik Spaß

Wie belastbar ist ein Turm aus Papier, der selbst nicht schwerer sein darf als 200 Gramm? Außerdem soll er auch noch mindestens 60 Zentimeter hoch sein. Eine knifflige Aufgabe, die Dahlmannschüler beim Physikwettbewerb zu lösen hatten. Die Siegerkonstruktion trug weit über 20 Kilo.

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Mara-Sophia Andersen und Lea Sophie Böhnke freuten sich riesig, als sie einen Holzquader nach dem anderen vorsichtig auf das Dach ihres Turmes stapeln konnten.

Quelle: Gisela Krohn

Bad Segeberg. Dass angewandte Naturwissenschaft durchaus viel Spaß machen kann, bewies schon die lange Schlange vor den Türen der Aula – 47 Teams mit maximal vier Schülern hatten die Herausforderung angenommen. Der Wettbewerb, der vor sieben Jahren mit einigen wenigen Enthusiasten angefangen hatte, begeistert nun einen Großteil der Schülerschaft: Von den jüngsten Tüftlern aus den 5. Klassen bis hin zu den Profis des Abiturjahrgangs waren alle Altersstufen vertreten. So dauerte es schon eine ganze Weile, bis alle Starter überhaupt das Wiegen und Messen bei den vier Mitgliedern der Jury absolviert hatten. Kristina Müller, Astrid Brösicke, Marcell Bárdos und Markus Mutas aus dem Jahrgang Q2 (und alle im Physik-Profil des Gymnasiums) schauten genau hin, was ihre Mitschüler gebaut hatten.

 Einige Türme brachten trotzdem ein paar Gramm zu viel auf die Waage – da hieß es dann kreativ abzuschneiden, bis so viel Papier weggefallen war, dass wirklich nur noch 200 Gramm auf der Anzeige der Präzisionswaage angezeigt wurden. Das ging dann manchmal auf Kosten der Stabilität, denn eine etwas breitere Standfläche des Papierturms war doch eine gute Idee, wie sich zeigen sollte.

 Physiklehrer Stefan Holdt, der sich die Aufgabe gemeinsam mit seinem Kollegen Jochen Wild ausgedacht hatte, zeigte dem gespannten Publikum die 800 Gramm schweren Holzklötze, die zum Belastbarkeitstest dienen sollten. Bei Gebilden, die von vornherein schon nicht stehen blieben, hatte das Auflegen der Gewichte natürlich keine Aussicht auf Erfolg.

 Doch bei mancher Konstruktion waren die physikalischen Gesetze perfekt ausgenutzt worden. „Sehr stabil wird es zum Beispiel, wenn das Papier fein aufgerollt und so verstärkt wird“, erklärte Physiklehrer Holdt. Andere setzten auf Faltungen und Zwischenböden.

 Einen eher schlichten Turm hatten Mara-Sophia Andersen und Lea Sophie Böhnke gebaut. Die beiden 12-jährigen Mädchen freuten sich riesig, als sie einen Holzquader nach dem anderen vorsichtig auf dessen Dach stapeln konnten. Zuhause hatte das Duo bei einem Testlauf bis zu acht Kilogramm auflegen können. Die Klötze so aufzustapeln, dass nicht alles gleich umkippt, war schon schwierig. Immer höher wurde der Turm, acht Quader lagen schon darauf. „Gleich brauchen wir eine Leiter“, meinte Lehrer Holdt, als sich die Mädchen schon auf die Zehenspitzen stellen mussten. Nach dem neunten Gewicht - also 7,2 Kilo - knickte die Konstruktion dann doch ein. Aber die Schülerinnen waren mit ihrem Erfolg sehr zufrieden.

 Die meisten Klötze – 19 Stück plus noch Hantelgewichte mit 7,5 Kilogramm – legte das Team Felix Willert, Michel Seiffert und Marek Köppe auf seinen Papier-Turm. Selbst dann machte er nicht schlapp. Damit gewann das Trio den ersten Preis, einen Amazon-Gutschein über 100 Euro. Den zweiten Platz belegten mit ebenfalls 19 Quadern die Vorjahressieger Dario Forcic, Adriane Schaumberg, Cedric Gaus und Maja Steinmatz. Dafür gab es einen Gutschein über 50 Euro. Den dritten Preis (25 Euro) bekamen die Neuntklässler Simon Andersen, Niklas Haßmann und Anakin de Vries, die 18 Quader auflegen konnten. Ebenfalls 25 Euro gingen als Kreativpreis an die Fünftklässler Fabian Peter, Katharina Schröder und Levin Ahrends, deren Konstruktion besonders hübsch war und immerhin sieben Holzgewichte tragen konnte.

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