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Mehr Hilfe auf dem Weg in den Beruf

Dahlmannschule Mehr Hilfe auf dem Weg in den Beruf

Die Dahlmannschule in Bad Segeberg will dafür sorgen, dass die Gymnasiasten besser als bisher auf das Berufsleben vorbereitet werden. Die Schule schloss mit der Handwerkskammer Lübeck und der Barmer GEK eine Vereinbarung, die zu fachlich fundiertem und praxisorientiertem Bewerbertraining führen soll.

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Unterzeichneten in der Dahlmannschule eine Kooperation in Sachen Bewerbertraining: Sonja Beinlich (Barmer GEK, von links), Katrin Bietz (Handwerkskammer Lübeck), Direktorin Nele Degenhardt und Bewerbungsbeauftragte Katrin Meyerfeldt.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. „Eine Schule ist keine Insel, auf der man nur Wissen in die Schüler reinstopft“, sagt Schuldirektorin Nele Degenhardt. Bewerbungsübungen hat es an der Dahlmannschule in früheren Jahren schon einmal gegeben. Nach der Pensionierung der zuständigen Lehrkraft schlief das Projekt aber ein. Nun wurde mit Katrin Meyerfeldt, Lehrerin für Deutsch und Geschichte, eine neue Schulbeauftragte benannt. Mit dem Projekt „Fachberatung Schule-Betrieb“ wurde ein landesweit bewährtes und seit zehn Jahren erprobtes Verfahren ins Haus geholt. „Das ist ein super-erfolgreiches Projekt“, sagt Katrin Bietz, die bei der Handwerkskammer Lübeck für diesen Bereich zuständig ist. „Wir schließen demnächst unsere 1000. Kooperation.“ Zu 90 Prozent seien es allerdings Gemeinschaftsschulen, die sich dafür interessieren.

 Gymnasien sind noch eher die Ausnahme – was Nele Degenhardt für einen Fehler hält. „Es wählen nach dem Abitur ja längst nicht alle unsere Schüler die Universität“, gibt die Direktorin zu bedenken. Einige machen eine klassische Ausbildung, andere entscheiden sich für das duale System mit Ausbildung und begleitendem Studium.

 Doch auf dem Weg dorthin warten schon die ersten Stolpersteine. Wie schreibt man eine vernünftige Bewerbung? Wie bereitet man sich auf ein Bewerbungsgespräch vor und wie tritt man dort auf? Spätestens an diesem Punkt kommt die Barmer GEK ins Spiel, denn auch die Gesundheit der jungen Leute spielt eine wichtige Rolle. „Es geht um die stressfreie Vorbereitung“, sagt Barmer-Bezirksgeschäftsführerin Sonja Beinlich. Dazu zählen auch richtiges Essen und Schlafen, Entspannungsübungen und andere Tipps. Sie selbst tritt hierbei als Referentin auf. „Man sollte ja die Bewerbung als erste Eintrittskarte gut abgeben.“ Flüchtigkeitsfehler beim Schreiben solle man ebenso vermeiden wie einen unpassenden Auftritt im Gespräch.

 Katrin Bietz von der Handwerkskammer stellt den Kontakt zu den regionalen Betrieben her und lädt auf Wunsch Referenten aus der Wirtschaft zu Elternabenden oder anderen Versammlungen ein.

 Nele Degenhardt hofft auf eine stärkere Bindung der heimischen Geschäftswelt an die Schule. „Ich wünsche mir, dass die Segeberger Firmen unsere Neuntklässler bei ihrem Betriebspraktikum aufnehmen.“ Das klappe nämlich derzeit erst in der Oberstufe beim Wirtschaftspraktikum reibungslos.

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