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Dampfbahner in Schackendorf Nächster Halt: Idylle

Nur ein einziges Mal war Stephan Aulhorn nicht beim Internationalen Dampfbahnertreffen in Schackendorf – im vergangenen Jahr, weil da seine Tochter geboren wurde. Seit 1996 besucht der Dampfbahn-Fan die Anlage am Hamdorfer Weg, die unter Freunden dieses Hobbys als eine der schönsten in Deutschland gilt.

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„Alles aufsteigen“. Beim Dampfbahner-Treffen konnten die Besucher in Schackendorf mitfahren.

Quelle: Gisela Krohn

Schackendorf. Dieses Mal war der Ingenieur aus Radebeul in Sachsen wieder hier; zusammen mit der ganzen Familie im Wohnwagen und natürlich seiner selbstgebauten Lokomotive.

 Sein T1-Nachbau gehörte zu den kleinsten Lokomotiven, die es beim Treffen zu sehen gab. Ebenfalls ein filigranes Dampfgefährt, und damit nicht zum Ziehen von Mitfahr-Waggons geeignet, hatte Helmut Köhn aus Siegburg bei Köln mitgebracht. „Ich komme schon seit 20 Jahren hierher zum Treffen“, erzählte der gelernte Maschinenschlosser, der früher bei der Deutschen Bahn beschäftigt war. Natürlich ist seine Lok ebenfalls selbst gebaut.

 Für die „Dampfbahn-Insider“, wie sie sich selbst nennen, ist es jedes Jahr eine Art „großes Familientreffen“ – man kennt sich, auch wenn man aus verschiedenen Ländern kommt. Auch in diesem Jahr zog es viele Gäste aus dem Ausland ins kleine Schackendorf: Aus Schweden, den Niederlanden, Dänemark, England und der Schweiz reisten die Freunde der kleinen Dampfrösser an – sehr zur Freude der vielen Besucher. Denn jedes Jahr ist das Treffen für alle offen, die zum Gucken und Mitfahren vorbeikommen.

 Auch wenn die Zusammenkunft auf der Anlage unweit des früheren Bundeswehr-Depots immer mehrere Tage dauert, so ist traditionell der Sonntag der Hauptveranstaltungstag für die Öffentlichkeit. Während Mitglieder der Wählergemeinschaft Schackendorf (WGS) für das leibliche Wohl der Gäste sorgen, sind vor allem die kostenlosen Fahrten für die vielen Kindern die große Attraktion.

 Das wissen natürlich auch Uwe und Petra Schiefke aus Wahlstedt, die mit ihren Enkelkindern Finn und Lasse Lehmann einige entspannte Runden über die 1200 Meter lange Strecke drehten. Los geht es immer am Bahnhof „Beckmannshausen“ (benannt nach dem Besitzer des Grundstücks), dann vorbei an Knicks, Büschen und Rabatten, vorbei auch an den Zelten der angereisten Dampfbahnfans, in flotter Fahrt passiert man den Lokschuppen mit frisch angeheizten Zugmaschinen, dann geht es über eine erste Brücke und gleich noch über eine zweite, wobei sich der kleine Zug malerisch im Wasser des großen Teichs spiegelt.

 Davon können manche Besucher gar nicht genug bekommen. Auch für die Besitzer der Lokomotiven ist es oftmals eine der wenigen Gelegenheiten, ihre Schmuckstücke nicht nur mal ordentlich anzuheizen, sondern dann auch damit zu fahren. Verantwortlich für die Anlage und die regelmäßigen Treffen und Fahrtage ist der „Dampfbahn-Club-Holstein“ (DBC), der wiederum Mitglied im bundesweit organisierten „Dampfbahnclub Deutschland“ ist.

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