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Neuer Deal: Müllgebühr stabil

Wege-Zweckverband Neuer Deal: Müllgebühr stabil

Die seit drei Jahren stabilen Müllgebühren des Wege-Zweckverbandes (WZV) werden auch 2016 nicht angehoben. Neue Verträge ermöglichen das. Ab kommenden Jahr lassen WZV und Stadt Norderstedt ihren Hausmüll nicht mehr von der Hamburger Stadtreinigung verbrennen.

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Stießen auf den Vertrag an: WZV-Chef Jens Kretschmer (von links), Inga Molthäufl-Böttcher (EEW Stapelfeld), Jürgen Spreen (EBS-Concept Glückstadt), Dr. Norbert Bruhn-Lobin (MBA Neumünster), Bernhard Kemper (EEW) und Dr. Dietmar Schneider (MBA).

Quelle: gerrit sponholz

Kreis Segeberg. Wegen drei neuer Vertragspartner und niedrigerer Mengen als früher müssen WZV und Stadt weniger für die Entsorgung ausgeben. Das spart rund 2 Millionen Euro jährlich. Die Gebühren für die Kunden senken könne der WZV nicht, sagte WZV-Chef Jens Kretschmer am Dienstag am Rande einer Vertragsunterzeichnung. Die Rücklage des WZV, der von den Gemeinden und Städten (außer Norderstedt) getragen wird, sei aufgebraucht. Aus ihr hatte der WZV jährlich 1,5 Millionen Euro entnommen, um die Gebühren nicht erhöhen zu müssen. Außerdem gab es Mehrkosten, etwa beim Personal.

 Einer Überprüfung, die das Kartellamt bundesweit bei Hausmüllentsorgern plant, sah Kretschmer gelassen entgegen. „Wir haben keine Leiche im Keller.“ WZV-Abfallexperte Torsten Höppner wies nach, dass der WZV mit seinen Müllgebühren 7 Prozent unter Landesdurchschnitt liege. Abgedeckt seien von der WZV-Müllgebühr auch Zusatzleistungen etwa für Sperrmüllentsorgung und den Deponiebetrieb.

 Die Deponie in Damsdorf/Tensfeld werde wohl bis etwa 2045 reichen, sagte Kretschmer voraus. Denn die Zulieferungen ebben ab 2016 ab. Der Vertrag mit der Hamburger Stadtreinigung laufe nach 15 Jahren aus. Er sah vor, dass WZV und Norderstedt 70000 Tonnen Segeberger Hausmüll lieferten, um ihn verbrennen zu lassen, im Gegenzug kamen 110000 Tonnen Schlacke aus Hamburg auf die Deponie.

 Weil die Segeberger Altpapier und Biomüll zuvor aussortiert haben, liefern WZV und Norderstedt ab 2016 nur noch 45000 Tonnen Hausmüll pro Jahr an ihre drei neuen Vertragspartner, die die Abfälle zur Energieerzeugung nutzen. Hausabfall aus Norderstedt und Umgebung verfeuert die Ersatzbrennstoffanlage von EBS-Concept in Glückstadt. Wärme und Strom werden für eine Papierfabrik verwandet. Müll aus dem südostlichen Kreisgebiet wird zur Verbrennungsanlage Stapelfeld gefahren, die Fernwärme produziert. Abfall aus dem Nordwesten wird in Deutschlands größter mechanisch-biologischen Anlage in Neumünster verwertet, die vor dem Weitertransport zum Kraftwerk Wertstoffe herausfiltert.

 Vertreter der Gemeinden, Städte und des Kreises gratulierten dem WZV. Er habe in einer Niedrigpreisphase die Vertragsdetails ausgehandelt. Die Preise seien mittlerweile wieder stark gestiegen. Außerdem seien die Transportwege kurz, und der Müll werde energetisch verwertet. Die Verträge laufen sieben Jahre, mit Option für weitere drei Jahre.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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