27 ° / 11 ° heiter

Navigation:
Mehr Flüchtlinge als erwartet

Amt Bad Bramstedt-Land Mehr Flüchtlinge als erwartet

Der wachsende Zustrom an Flüchtlingen zwingt auch das Amt Bad Bramstedt-Land zur Aufnahme von immer mehr Schutzsuchenden. Die neueste Zahl: Mit 68 Asylsuchenden wird das Amt in diesem Jahr rechnen müssen.

Voriger Artikel
Acht Container für die Kleinsten
Nächster Artikel
Aha-Erlebnisse für Schüler

Sven Klinger ist in der Amtsverwaltung für die Unterbringung der Asylsuchenden zuständig.

Quelle: Anna Maria Persiehl

Bad Bramstedt. Acht Asylbewerber, die das Amt im Vorjahr über dem Soll aufgenommen hat, sind in der neuen Zahl bereits berücksichtigt.

 „Der Kreis Segeberg hat schon signalisiert, dass wir damit nicht auskommen werden. Wir müssen mit einer anderen Quote rechnen“, sagt Sven Klinger, Fachbereichsleiter „Kunden“ in der Amtsverwaltung und für die Unterbringung der Asylbewerber in den 14 Gemeinden des Amtes verantwortlich. Im vergangenen Jahr hatte das Amt noch lediglich 26 Asylbewerbern eine Bleibe finden müssen.

 Bei der Quote, auf das sich das Amt einstellen muss, ist bereits berücksichtigt, dass der Kreis Segeberg die Neuankömmlinge in der Boostedter Außenstelle der Neumünsteraner Einrichtung angerechnet bekommt. Die Boostedter Rantzau-Kaserne ist auf 500 Schutzsuchende angelegt. Diese Anrechnung entspannt ein wenig auch die Situation in den Kommunen. Dass die angekündigten Quoten schnell Makulatur sein könnten, lässt allerdings die neueste Entwicklung erahnen: In Neumünster ist eine Sporthalle für 300 weitere Flüchtlinge hergerichtet worden.

 Das Amt Bad Bramstedt-Land hat bisher auf Gemeinschaftsunterkünfte verzichten können. Für die Unterbringung der zurzeit 110 Asylsuchenden, von denen rund die Hälfte in der größten Gemeinde Großenaspe mit ihren knapp 3000 Einwohnern untergekommen ist, hat die Amtsverwaltung Mietwohnungen organisieren können. Wie Klinger sagte, hat das Amt 35 Wohnungen in seinem Bestand: „Wir haben hier schon eine richtige Immobilienverwaltung zu bewältigen.“ Noch ist die Suche nach Mietwohnungen relativ problemlos. Nicht nur in den amtsangehörigen Gemeinden, auch in Bad Bramstedt hat Klinger passende Unterkünfte finden können. In der Stadt sei das Angebot an den benötigten Einzimmerwohnungen - im Gegensatz zu den ländlichen Kommunen - eher vorhanden.

 Entlastet wird Klingers Fachbereich in der Zukunft bei der Unterbringung der Asylbewerber von einem Mitarbeiter im Außendienst. Der Amtsausschuss beschloss in seiner jüngsten Sitzung die Einstellung eines Helfers auf 450-Euro-Basis. Der neue Beschäftigte wird die in Frage kommenden Wohnungen besichtigen, einrichten und die Grundausstattung für die Asylsuchenden zur Verfügung stellen. Außerdem wird er die Neuankömmlinge, von denen nach Angaben Klingers zurzeit die größte Gruppe ledige, junge Männer aus Syrien und Eritrea bilden, in die Wohnung begleiten und den ersten Einkauf organisieren. Die Kosten für den neuen Mitarbeiter trägt das Amt Bad Bramstedt-Land.

 Bei der weiteren Betreuung der Asylbewerber bekommt das Amt nach wie vor Unterstützung von einem etwa 20-köpfigen Helferkreis. Die Ehrenamtlichen begleiten die Flüchtlinge bei Behördengängen und helfen ihnen, sich im Alltag in der Fremde zurechtzufinden. Außerdem haben die freiwilligen Unterstützer auch einen Deutschunterricht organisiert „Ohne die ehrenamtlichen Helfer wären wir aufgeschmissen“, sagt Sven Klinger, der sich über weitere Freiwillige für die Betreuung der Asylbewerber freuen würde (Kontakt: Tel. 04192/2009504).

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Anna Maria Persiehl

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr zum Artikel
Schleswig-Holstein
Foto: Ministerpräsident Torsten Albig unterhält sich bei seinem Besuch in Boostedt mit dem zwölfjährigen Ylber aus Albanien.

Das Land bessert erneut bei der Unterbringung von Flüchtlingen nach: Zum Wochenende sollen neben dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung in Neumünster hundert Wohncontainer aufgestellt werden, in denen rund 300 Menschen untergebracht werden können.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3