25 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
160 Fahrer, Hunderte Helfer

Cyclassics im Kreis Segeberg 160 Fahrer, Hunderte Helfer

Die Rennstrecke führt quer durch den Kreis Segeberg. Zig Schilder kündigen in großen weißen Buchstaben auf rotem Grund ein Ereignis an, das es hier bislang noch nicht gegeben hat.

Voriger Artikel
Dreh an der Schlangengrube
Nächster Artikel
Kläger hat Recht und verliert

Auch im Kreis Segeberg markieren diese Schilder die Strecke für das Radrennen.

Quelle: Petra Stöver

Kreis Segeberg. Am Sonntag, 23. August, tritt die Elite-Gruppe der Vattenfall Cyclassics zwischen Kiel und Hamburg in die Pedale. 200 Polizeibeamte und 500 Streckenposten sollen für die Sicherheit der Rennradler und der Zuschauer sorgen.

 Die Elite, das sind 160 Spitzensportler, die nichts mit den Jedermann-Touren zu tun haben, für die die Cyclassics ja auch bekannt sind. Die Profis, 20 Teams mit jeweils acht Fahrern, werden für die Strecke durch den Kreis Segeberg voraussichtlich nur gut 100 Minuten brauchen. Wer zuschauen möchte, sollte sich den Zeitplan genau angucken, denn die Fahrer sind ebenso schnell wieder weg, wie sie kommen werden.

 Ausgewiesene Plätze für Zuschauer wird es nicht geben. Besonders interessant dürften die beiden Sprintwertungen in Bad Segeberg (Kurhausstraße, Höhe Lindenstraße ab ca. 12.30 Uhr) und in Kaltenkirchen (Königstraße, Höhe Marktplatz, ab ca. 13.20 Uhr) sein.

 Die Cyclassics führen erstmals durch den Kreis Segeberg. Gestartet wird auf einer Fähre in Kiel. Aus der Landeshauptstadt führt der Weg in den Kreis Plön, dann kommen sie über die L 68 bei Stocksee ins Segeberger Kreisgebiet. In Klein Rönnau biegt die Gruppe auf die B 432 ab und bleibt bis Leezen auf der Bundesstraße. Weiter geht es über die L 167 und L 79 nach Kaltenkirchen, von da nach Ellerau und ab in den Kreis Pinneberg. Die 70 Kilometer durch das Segeberger Kreisgebiet wollen die Teams nach optimistischen Berechnungen von 12.05 Uhr bis 13.41 Uhr hinter sich bringen.

 Für ihre Sicherheit wollen die Veranstalter mit all den Helfern, mit Sperrgittern, Strohballen und Flatterband sorgen. Am Tag des Rennens wird eine Polizeivorhut und Streckenkontrolle etwa eine Stunde vor dem Eintreffen des Rennfeldes nach dem Rechten sehen. Falls noch Hindernisse wie parkende Autos auf der Straße stehen sollten, müssen sie spätestens dann weggeschafft werden.

 Den ersten Radprofis fährt ein Polizeifahrzeug mit roter Flagge mit 15 Minuten Abstand voraus. Es kündigt damit das Rennfeld an. Am Ende folgt ein Polizeifahrzeug mit grüner Flagge. Hinter dem Feld wird ein Tross mit 30 bis 40 motorisierten Fahrzeugen herziehen. „Zeitnah danach wird die Strecke wieder für den öffentlichen Verkehr freigegeben“, verspricht Reinald Achilles, Sprecher der Veranstaltungsagentur Lagardère Unlimited, die die Vattenfall Cyclassics ausrichtet.

 Durch die Zusammenarbeit mit Behörden, Vereinen, Städten und Gemeinden entlang der Strecke sei es gelungen, Helfer zu finden. Allerdings habe die Werbung „nicht so intensiv geklappt wie erhofft“. Weitere Freiwillige werden noch gesucht.

 Hervorgetan habe sich der RSC Kattenberg, sagt Achilles. Das Team um den Vorsitzenden Norbert Gülk hat zusammen mit dem Radsportverband Schleswig-Holstein sogar eine Sternfahrt ausgeschrieben, damit jeder die Profis auf der Strecke bewundern und anfeuern kann. Die Teilnehmer sollten sich ab 12 bis 14 Uhr am Kleinen Markt im Zentrum von Kaltenkirchen einfinden. Außerdem sind sind RSC-Mitglieder als Streckenposten im Einsatz und organisieren einen Info-Stand zum Radsport.

 Gülk findet die Streckenführung durch Schleswig-Holstein „sehr aufwendig und interessanter als einen Rundkurs“. Das sei „mal was Neues, eine interessante Abwechslung“. Wie viele Zuschauer wohl nach Kaltenkirchen kommen werden? Gülk zuckt mit den Achseln.

 Dass viele Tensfelder die Straße säumen werden, glaubt Tensfelds Bürgermeisterin Beatrix Klüver. „Bei den ADAC-Rallyes sitzen immer alle an der Straße.“ Anders als bei anderen Ereignissen wird die örtliche Feuerwehr nicht unter den Helfern sein. Die Freiwilligen üben für ihr Jubiläum und die Leistungsbewertung, die zwei Wochen später auf dem Plan steht.

 Ein paar Kilometer weiter in Blunk sieht es anders aus, dort wollen die Brandschützer auch für Straßensperren sorgen. „Unser Wehrführer sucht noch Freiwillige“, sagt Bürgermeisterin Wiebke Bock. Die Veranstalter in Hamburg versprechen jedem Helfer 10 Euro und ein T-Shirt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr zum Artikel
Vattenfall Cyclassics 2015
Foto: Am Sonntag in Kiel: Erstmalig starten die Vattenfall Cyclassics in der Landeshauptstadt.

20 Teams, 160 Weltklasse-Profis – in Kiel startet am Sonntag Europas größtes Radrennen, und zwar spektakulär von der Stena-Fähre aus. Zu den Vattenfall Cyclassics werden zehntausende Fans erwartet. Obwohl kaum eine andere Disziplin so nachhaltig provoziert wie der Profi-Radsport.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3