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Kein Strom, kein Wasser

Defekt im Umspannwerk Wahlstedt Kein Strom, kein Wasser

Wegen eines Defekts im Wahlstedter Umspannwerk fiel in der Stadt und 13 weiteren Orten am Montag von 9.08 bis gegen 10.50 Uhr der Strom aus. Da davon auch die Pumpen im Wahlstedter Wasserwerk betroffen waren, hatten mehrere Ortschaften zudem zeitweise keine Wasserversorgung.

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Ein Zwischenfall im Wahlstedter Umspannwerk legte gestern in mehreren tausend Haushalten in 14 Orten den Strom lahm.

Quelle: Michael Stamp

Wahlstedt. Das Umspannwerk liegt ein wenig versteckt am hinteren Ende der Hans-Dall-Straße und damit schon fast in der Feldmark. Normalerweise verirren sich nur wenige Autofahrer dorthin. Gestern stand gleich ein ganzer Fuhrpark der Schleswig-Holstein Netz AG vor dem Tor der Anlage.

 Verursacht wurde der Schaden durch einen Lichtbogen, wie Pressesprecher Ove Struck erläuterte. Solch ein Lichtbogen ist eine stromleitende Gasentladung zwischen zwei Elektroden mit hoher Spannung. Bruchteile von Sekunden später ging in Wahlstedt in Sachen Strom nichts mehr. Der Umkreis, der vom Wahlstedter Umspannwerk aus versorgt wird, ist allerdings beträchtlich – und so waren auch Wittenborn, Schwissel, Kükels, Todesfelde, Bockhorn, Voßhöhlen, Schafhaus, Bark, Heidmühlen, Hamdorf, Negernbötel, Daldorf und Teile von Klein Rönnau ohne Saft aus der Steckdose.

 Besonders empfindlich für Stromunterbrechungen sind die Glaswerke im Wahlstedter Industriegebiet. Die große Schmelzwanne, die an der Dr.-Hermann-Lindrath-Straße von der Firma Ardagh Glass betrieben wird, muss Tag und Nacht ununterbrochen in Betrieb sein. Ein Aushärten der geschmolzenen Glasmasse würde zu erheblichen Schäden führen. Glücklicherweise kann Ardagh Glass laut Wehrführer Jörg Neubauer bis zu drei Stunden ohne Strom von außen auskommen. In diesem Fall hat die Zeitspanne ausgereicht, um den Betrieb nahtlos weiterführen zu können.

 Auch die Freiwillige Feuerwehr verfügt über eine Notstromversorgung. In den kommenden Tagen soll diese Anlage allerdings technisch überprüft werden, wie Neubauer ankündigt. „Beim Umschalten von Normal- auf Notstrom hat da etwas gehakt. Das müssen wir kontrollieren.“ Die Feuerwehr hatte für den Fall der Fälle 19 Kameraden im Feuerwehrhaus zu einem Bereitschaftsdienst zusammengezogen. Die Helfer konnten am Ende aber ohne Einsatz wieder gehen.

 In vielen Firmen musste die Arbeit für gut 90 Minuten ruhen. Das betraf neben den Industriebetrieben auch die Stadtverwaltung. In manchen Geschäften ging der Verkauf weiter – doch statt der elektronischen Kassen mussten Zettel, Stift und mitunter Taschenrechner zum Einsatz kommen.

 Währenddessen liefen die Reparaturarbeiten im Umspannwerk auf Hochtouren. „Die Beseitigung des Schadens hat eine knappe Stunde gedauert“, berichtete Pressesprecher Ove Struck. „Ab zirka 10 Uhr konnten aus der zentrale Netzleitstelle der Schleswig-Holstein Netz AG in Rendsburg heraus die betroffenen Ortschaften nach und nach wieder mit Strom versorgt werden.“ Kurz vor 11 Uhr gingen in Wahlstedt wieder die Lichter wieder an. Struck: „Die genauen Hintergründe des Schadens werden derzeit von den Technikern der Schleswig-Holstein Netz AG analysiert.“

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