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Deftige Würste, deftige Sprüche

Fischmarkt in Bad Segeberg Deftige Würste, deftige Sprüche

Der Hamburger Fischmarkt ist seit Freitag in Bad Segeberg zu Gast – erstmals bei Möbel Kraft. Auch am Sonnabend und Sonntag gibt es ein Einkaufserlebnis der besonderen Art. Kaum war die Eröffnung vorbei, ging es rund. „Melone, Melone, es geht nicht ohne Melone“, trällerte „Bananen-Fred“.

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Jürgen Kaack aus Bad Segeberg machte beim Wettbewerb im Maßkrug-Stemmen eine gute Figur.

Quelle: Alexander Christ

Bad Segeberg. Sie feuern ihre Sprüche so schnell raus wie ihre Ware – und neben deftigen Mettwürsten gibt es mindestens genauso deftige Sprüche. Wenn sich der „Fischkopp“ und der „Schweinemörder“ gegenseitig niedermachen, ist für die Kunden beste Laune garantiert.

 Es war ein Auftakt nach Maß. Die Besucher strömten gestern auf den Parkplatz vor dem Einrichtungshaus. Auf einem eigens abgesperrten Areal mit einem rot-weiß gestreiften Leuchtturm als Blickfang vor dem rot-weiß gestreiften Möbelhaus bieten die Fischmarkt-Händler ihre frischen Produkte an: Wurst-, Gemüse-, Obst-, Fisch- und Käsespezialitäten in Hamburger Marktschreier-Manier.

 Zur Eröffnung schaute gestern noch ein echter „Hamburger Jung’“ vorbei, dessen Mundwerk es locker mit denen der Marktschreier aufnehmen kann: Till Demtrøder, derzeit als „Old Shatterhand“ bei den Karl-May-Spielen im Einsatz. „Autogramme! Autogramme! Autogramme!“, rief er augenzwinkernd ins Mikrofon und imitierte damit die Händler. „Hier gibt’s für zehn Winnetou-Autogramme ein Shatterhand-Autogramm! Und was ihr heute um 15 und 20 Uhr vorhabt, ist ja klar: Wir sehen uns am Kalkberg!“ Fleißig schrieb der Fernsehstar und lächelte für Selfies in unzählige Smartphones.

 Bürgervorsteherin Ingrid Altner machte deutlich, welch große Rolle das Möbelhaus mittlerweile für Großveranstaltungen in der Kreisstadt spielt: „Möbel Kraft und Bad Segeberg – das gehört kräftig zusammen!“ Neben Public-Viewing-Arena, Eislaufbahn, Oktoberfest und neuerdings auch Blutspenden soll der Fischmarkt zur Tradition werden. Anja Rother, die bei Kraft für Großveranstaltungen zuständig ist, hatte laut Hausleiter Peter Kruse die Idee.

 „Das macht dann 13 Euro“, sagte „Bananen-Fred“ zu Hartwig Schilling aus dem Pronstorfer Ortsteil Strenglin. Dessen Ehefrau Brigitte war begeistert: „Ein echtes Schnäppchen! Eine prall gefüllte Tragetasche, vollgepackt mit Trauben, Nektarinen, Paprika, Bananen und anderen leckeren Sachen. Der Besuch hat sich gelohnt!“ Reger Betrieb mit kauffreudiger Kundschaft herrschte auch an den anderen rollenden Verkaufsstellen von „Aal-Hinnerk“, „Käse-Rudi“, „Käthe Kabeljau“ und „Wurst-Herby“.

 „Hier, die steinharte italienische Salami gibt’s auch noch in die Tüte“ witzelte „Wurst-Herby“ und verlieh seinen Worten Nachdruck, indem er mit der Salami mehrmals kräftig auf ein Holzbrett schlug, ehe sie im großen Kunststoffbeutel verschwand, gemeinsam rohem Schinken sowie mehreren anderen Wurst- und Fleischsorten. „Und das für nur 15 Euro. Ein wirklich fairer Preis“, lobte Brigitte Hellmann aus Nahe.

 Rundum zufrieden war der Organisator der kurzweiligen Mottoparty unter freiem Himmel, Thorsten Mey aus Osnabrück. Er tingelt mit den Hamburger Marktschreiern bundesweit durch die Lande. „Bad Segeberg ist klasse! Ich bin begeistert.“ Selbst in Großstädten sei es die Ausnahme, dass die Kundschaft gleich zu Beginn so zahlreich erscheint und begeistert mitmacht. Mey: „Nun freue ich mich auf die beiden letzten Tage des Hamburger Fischmarktes in Bad Segeberg und aufs nächste Jahr. Wir wollen 2017 auf jeden Fall wiederkommen!“ Na, wenn das gleich nach der Eröffnung nicht mal eine echte Ansage ist...

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