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Fleckensgilde tanzt im Schloss

Ball in Bad Bramstedt Fleckensgilde tanzt im Schloss

„Gill mal anners“ ist das Motto, unter das Ältermann Bernd Mordhorst das diesjährige Fest der Fleckensgilde von 1560 gestellt hat. Doch trotz des Mottos müssen Freunde des Gildefestes nicht auf liebgewonnene Bräuche und Gewohnheiten verzichten. „Anners“, also anders, wird im wesentlichen sein, dass der Ball am Pfingstmontag nicht wie bisher im Kaisersaal, sondern im Schloss stattfinden wird.

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Nach dem traditionellen Tanz um den Roland geht das Gildefest im Bad Bramstedter Schloss weiter.

Quelle: Archiv

Bad Bramstedt. Sei Anfang der 1950er Jahre feierte die Fleckensgilde ihren traditionellen Gildeball im Kaisersaal. Nachdem die Gaststätte von der Familie Fuhlendorf im vergangenen Jahr aufgegeben wurde, gibt es zwar viele Gerüchte um eine Neueröffnung unter anderer Leitung. Doch noch lässt sich nicht absehen, wann die Fleckensgilde wieder in ihr angestammtes Lokal zurückkehren kann.

 Geeignete Ausweichmöglichkeiten im Ort sind so gut wie nicht vorhanden. Entweder sind sie zu klein oder, wie das Tryp Hotel, zu abseits gelegen. „Wir brauchen ja den Roland in der Nähe, um den wir zu Beginn des Festes herumtanzen“, erklärt Gildemeister Ansgar Schroedter. Danach ziehen die Mitglieder der Fleckensgilde und die Gäste unmittelbar in den Festsaal ein. Ein langwieriger Fußmarsch dorthin würde den Ablauf nur unnötig stören.

 Aus diesem Grund ist der Vorstand der Fleckensgilde auf die Idee gekommen, die Veranstaltung in diesem Jahr ins Schloss zu verlegen. „Die Bewirtung der Gäste ist auf jeden Fall sichergestellt“, verspricht der Gildemeister. Gegessen werden kann in den Räumen des Altenclubs. Getränke sind auf beiden Etagen erhältlich. „Es wird Sitzgelegenheiten im Ratssaal und Stehtische geben“, erklärt Schroedter. Im Ratssaal soll auch getanzt werden. Weitere Sitzgelegenheiten wird es zudem im Graf-Stollberg-Zimmer geben. „Die Räume werden so beschallt, dass die Reden, die im Ratssaal gehalten werden, auch in den anderen Räumlichkeiten verfolgt werden können“, erklärt Schroedter.

 Zwar wird der Vorstand der Fleckensgilde auch in diesem Jahr wieder zum Fest abgeholt, allerdings ist der Treffpunkt nicht mehr am Wappen, sondern am Café Gripp. Es wird vor dem Festlokal auch keine Besetzung des BT-Orchesters aufspielen. „Der Aufwand, Stühle zu organisieren, die bisher vom Kaisersaal aufgestellt wurden, ist zu groß“, begründet Gildemeister Schroedter diese Änderung. Nicht verzichten müssen Teilnehmer und Zuschauer beim Tanz um den Roland auf die Musik der „Pankokenkapell“. Im Schloss selbst, in dem rund 120 bis 140 Personen zum Feiern erwartet werden, soll Harry Krützmann mit „Top Musi“ wieder für gute Stimmung sorgen.

 Schroedter: „Wir hoffen, mit dem Schloss noch etwas mehr Bürgernähe zu erreichen.“

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Ein Artikel von
Uwe Straehler-Pohl

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