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Spatenstich für Wohnquartier

Kaltenkirchen Spatenstich für Wohnquartier

Der erste symbolische Spatenstich für das neue Wohngebiet „An der Krückau“ ist getan. Dort werden in Kaltenkirchen 31 Einzel- und Doppelhäuser, gut 40 Reihenhäuser und bis zu 250 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern errichtet - ein neuer Stadtteil entsteht.

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Sie nahmen den ersten Spatenstich für das neue Wohngebiet „An der Krückau“ in Kaltenkirchen vor (von rechts): Wolfgang Weinschrod (Gesellschafter Big Bau-Investitionsgesellschaft), Bernd Schädler (SPD-Fraktionschef), Klaus Göttsche (LEG-Geschäftsführer), Kurt Barkowsky (CDU-Fraktionschef), Hanno Krause (Bürgermeister), Reinhard Bundschuh (Pro-Kaki-Fraktionschef) und Christian Freuling (Bauleiter Groth-Bauunternehmung).

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Die LEG Entwicklungsgesellschaft, die zur BIG-Bau-Unternehmensgruppe in Kronshagen gehört, investiert hier rund 10 Millionen Euro. Das Wetter war es nicht, was Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause auf einer matschigen Fläche an der Grashofstraße ein breites Lächeln ins Gesicht zauberte. Er freute sich vielmehr darüber, dass er das Vorhaben „mit so einem starken Partner“ angehen konnte. Krause war deshalb so glücklich über den ersten Spatenstich, weil das Projekt in der Nähe des Hochhauses Großer Karl am Kreisel Süderstraße eine unangenehme Vorgeschichte hatte. Die Hanseatische Real Estate Finanzholding AG aus Reinbek wollte hier ursprünglich ihr „Seequartier“ realisieren. Über 500 Wohneinheiten sollten hier gebaut werden. Das Besondere waren Stadtvillen an einem künstlichen See und ein spezieller Service für ältere Menschen. Doch die Verhandlungen scheiterten im Herbst vergangenen Jahres. Krause hatte die Gespräche mit der Begründung abgebrochen, dass die Reinbeker den Kauf des Grundstückes mit den unterschiedlichsten Begründungen immer wieder verzögerten. Deshalb musste sich der Kaltenkirchener Verwaltungschef Beschimpfungen der Führungsspitze der Finanzholding anhören.

 Doch Krause konnte schnell Ersatz präsentieren. „Unsere Gespräche mit der LEG waren damals kurz, prägnant und zielführend.“ Im Dezember 2014 wurde der Grundstückskaufvertrag besiegelt. Es sei schon rekordverdächtig, jetzt schon den ersten Spatenstich vornehmen und damit mit der Erschließung beginnen zu können, waren sich der Bürgermeister und LEG-Geschäftsführer Klaus Göttsche einig.

 Das neue Baugebiet ist ausgesprochen idyllisch gelegen: Eingerahmt vom Mondsee, den Überflutungsflächen an der Krückau und dem zukünftigen Flottmoorpark werden rund 350 Wohneinheiten entstehen. Erste Gespräche über diese Flächen führten Stadt und LEG auf der Immobilienmesse Expo Real im Oktober 2014 in München. Bereits im Juli dieses Jahres fasste die Stadtvertretung den Satzungsbeschluss für die Fläche, der den Weg für eine Bebauung freimachte. Keine drei Monate später beginnen jetzt die Erschließungsarbeiten auf dem ehemaligen Maisfeld am Krückauring. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt Kaltenkirchen ist vorbildlich“, lobte Göttsche.

 Die Firma Groth aus Pinneberg hat den Auftrag für die Erschließung von der LEG erhalten. Das Unternehmen brauchte nicht einmal ein neues Bauschild, da noch eines am benachbarten Kreisverkehr steht. Das Unternehmen hat erst vor kurzem die Arbeiten zur Grashofstraße abgeschlossen, die als Verbindung zum neuen Gewerbegebiet „Hochmoor“ dient und zukünftig auch das neue Baugebiet anbindet.

 Die LEG investiert etwa 10 Millionen Euro, um im Geltungsbereich des Bebauungsplanes, der ein Gebiet von etwa zehn Hektar umfasst, 5,4 Hektar Bauland zu schaffen. Auf der Fläche sind 31 Einzel- und Doppelhäuser, gut 40 Reihenhäuser und bis zu 250 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern vorgesehen. Nach dem offiziellen Vertriebsstart Mitte September sind bereits 28 der 31 Grundstücke für den individuellen Hochbau (Einfamilien- und Doppelhäuser) fest reserviert. „Für die Reihenhausgrundstücke und auch für die Flächen, die im aufgelockerten Geschosswohnungsbau mit sogenannten Stadtvillen bebaut werden können, gibt es bereits sehr viel Interesse von Bauträgern aus der Region“, so Göttsche. Vieles sei fast unterschriftsreif. Zu den Interessenten gehören so große Firmen wie das Deutsche Finanzkontor aus Kaltenkirchen, das Wohnungsunternehmen Manke aus Henstedt-Ulzburg und das Hochbauunternehmen Olwo aus Nortorf.

 „Im Hochbau wird sich die BIG-Bau-Unternehmensgruppe möglicherweise auch selbst engagieren“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Marc Weinstock, der bereits Stadtvillen speziell für diesen Standort entwerfen lässt. Bis zum April plant das Ingenieurbüro Waack + Dähn, das im Auftrag der LEG die Erschließungsplanung und Bauleitung verantwortet, die erste Bauphase abzuschließen. Läuft alles nach Plan, können Grundstückskäufer anschließend mit dem Bau ihres Hauses beginnen.

 Der Bebauungsplan, den der Stadtplaner Karsten Schwormstede vom Hamburger Büro Architektur + Stadtplanung im Auftrag der Stadt erarbeitet hat, lässt den Bauherren ausreichende Freiheiten, und die LEG verkauft – wie gewohnt – die Grundstücke ohne Bindung an einen Bauträger oder an ein Finanzierungsinstitut.

 „Mit der LEG haben wir ein Unternehmen, das diesen Bereich professionell entwickelt. Vom Einfamilienhaus bis zum mehrgeschossigen Wohnungsbau wird in diesem Gebiet alles angeboten. Die geplante Bebauung wird sich sehr gut in die Umgebung einpassen“, ist sich Bürgermeister Krause sicher: „Die zentrale Lage steigert die Attraktivität des Standortes noch zusätzlich. Dies ist ein weiteres großes Projekt, das die Entwicklung Kaltenkirchens voranbringt.“

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