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Immer weniger DRK-Mitglieder

Kreis Segeberg Immer weniger DRK-Mitglieder

Einen Überschuss von gut 900 000 Euro erwirtschaftete der Segeberger DRK-Kreisverband im vorigen Jahr. „Dies Ergebnis ist auch nötig, denn wir müssen für künftige Investitionen genügend Eigenkapital haben“, erläuterte der geschäftsführende Vorstand Stefan Gerke während der Kreisversammlung im Kaltenkirchener DRK-Pflegeheim am Ehrenhain.

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Siegfried Prante (links), Präsidiumsvorsitzender des DRK-Kreisverbands Segeberg, gratulierte seinem neuen Stellvertreter Jürgen Koppelin (Bad Bramstedt).

Quelle: Harald Becker

Kreis Segeberg. Die Rotkreuzler betreiben unter anderem den Rettungsdienst, Kindergärten, Pflegeeinrichtungen und engagieren sich in der Flüchtlingshilfe.

Im Segeberger DRK Kreisverband sind 25 Ortsvereine, acht Bereitschaften und sechs Jugendrotkreuz-Gruppen organisiert. Rückläufig ist die Mitgliederzahl, erfuhren die 52 Delegierten während der Kreisversammlung. „Durch Wegzug, Austritt und oftmals Tod ist die Mitgliederzahl um rund 400 gesunken. Dieser Trend zeichnet sich schon seit Jahren ab“, erklärte Reinhard Timmer, der für das Ehrenamt im Kreisverband zuständig ist. Aktuell sind es 8661 Mitglieder, unter ihnen 684 Aktive. Der Kreisverband beschäftigt fast 1100 hauptamtliche Mitarbeiter des Kreisverbands und hat einen Jahresetat von rund 30 Millionen Euro.

 Im Sommer hatte der Kreisverband die Verträge mit pflegebedürftigen Senioren im Segeberger Umland gekündigt. „Grund dafür war einzig und allein, dass die Pflege im Zuge des bestehenden Personalmangels nicht mehr zu gewährleisten war“, stellte der 79-jährige Präsidiumsvorsitzende Siegfried Prante klar.

 

 Wesentlich besser läuft es in den Kitas. Seit Mai dieses Jahres übernahm der Kreisverband die Trägerschaft für die Kita „Räuberhöhle“ in Seth mit 65 Plätzen. Im August 2015 eröffnete das DRK in Bad Bramstedt die Kindertagesstätte „Sommerland“ mit 50 Plätzen. „Somit tragen wir weiter dem wachsenden Bedarf an Krippenplätzen im Kreis Segeberg Rechnung“, betonte Prante.

 Rotkreuzler betreuen eine Flüchtlingsnotunterkunft in Kellinghusen, die Platz für über 1000 Asylbewerber hat. Deren Leiter Andreas Moll berichtete vom Einsatz seiner 39 hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Helfer. „Es gibt Tage da arbeiten wir rund um die Uhr. Es bringt viel Freunde, denn die Flüchtlinge sind äußerst dankbar.“ Demnächst werden in Glückstadt und Bad Segeberg weitere vom DRK betreute Einrichtungen hinzukommen.

 Für die aus privaten Gründen als stellvertretende Vorsitzende ausscheidende Marlies Ihrens (Wahlstedt) wurde der ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Jürgen Koppelin (70) aus Bad Bramstedt ins Präsidium gewählt. Ebenso einstimmige Voten erhielten die kraft Amtes neuen Beisitzer Gerd-Rainer Busch (Leezen) als Vertreter der SPD-Kreistagsfraktion und Kreiswehrführer Holger Gebauer (Kaltenkirchen).

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