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37 Jahre für Kinder da

Bad Bramstedt 37 Jahre für Kinder da

Seit über 37 Jahren engagiert sich der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) in Bad Bramstedt als Lobby für Kinder. Im Lauf der Jahre sind immer mehr Aufgaben auf den Ortsverband zugekommen.

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Hat eine zeitaufwendige Aufgabe: Kinderschutzbund-Vorsitzende Ulrike Fölsch. .

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Bad Bramstedt. Heute ist der Kinderschutzbund vor allem aus den Schulen der Stadt nicht mehr wegzudenken. Mehr solle es aber auf keinen Fall werden, betonte die Vorsitzende, Ulrike Fölsch auf der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend. „Wir sind nicht bestrebt, weiter zu wachsen, die Grenzen der Möglichkeiten sind erreicht“, sagte Fölsch, die Chefin von 35 hauptamtlichen Mitarbeitern ist.

 Welche umfangreiche Aufgaben der Kinderschutzbund übernommen hat, machte der Arbeitsbericht deutlich. Eine große Herausforderung war der Umzug des Kinderschutzbundes nach 36 Jahren aus den Räumen im Haus der Sozialen Dienste in der Altonaer Straße, das im letzten Jahr abgerissen wurde. Dort untergebracht waren die Kindergartengruppe „Die Wühlmäuse“, eine Hortgruppe und die Geschäftsstelle. Sie sind nun zusammen in einem Neubau in der Straße Achtern Dieck untergebracht.

 In allen Bad Bramstedter Grundschulen, dem Förderzentrum Bramau-Schule und der Grundschul-Außenstelle Wiemersdorf stellt der Kinderschutzbund die Ganztagsbetreuung. Von 7 bis 17 Uhr sorgen die Mitarbeiter dafür, dass kein Kind auf sich selbst gestellt ist. Die Organisation des Mittagessens, Hausaufgabenbetreuung und diverse Kurse gehören dazu.

 In der Grundschule Am Bahnhof sind 86 Kinder in der Betreuung angemeldet. Sieben Mitarbeiterinnen sind dort für den Kinderschutzbund tätig. Die angebotenen 16 Kurse werden von 103 Kindern besucht, also auch von Kindern, die nicht in der Betreuung sind. Sie kommen dann nachmittags wieder zur Schule. In der Schule am Storchennest arbeiten neun Mitarbeiter zur Betreuung von 95 Kindern. Dort nehmen 102 Kinder an 17 Kursen teil. Die Grundschule Maienbeeck bietet an beiden Standorten (Bad Bramstedt und Wiemersdorf) zusammen 19 Kurse mit 135 Teilnehmern an. Somit sind 340 Grundschulkinder in den Kursen angemeldet. An der Maienbeeck-Schule ist auch eine Erzieherin des Kinderschutzbundes tätig, die das Projekt Lernwerkstatt leitet. Hier geht es vor allem um die Förderung von Kindern mit Sprachdefiziten.

 Am längsten tätig ist der Kinderschutz an der Gemeinschaftsschule Auenland, wo er die Offene Ganztagsschule betreibt. Neben diversen Nachmittagskursen ist er hier auch für die Schulsozialarbeit verantwortlich. Deren Leitung hat die beim DKSB angestellte Sozialpädagogin Ingrid Benn, der noch zwei Erzieher zur Seite stehen. Die Mitarbeiter seien an der Schule „gut verankert und von den meisten Lehrkräften akzeptiert“, sagte Fölsch. Eine besondere Einrichtung der Schulsozialarbeit am Vormittag sei die sogenannte Familienklasse. In ihr werden besonders problematische Kinder fit gemacht für den Schulalltag, erklärt die Vorsitzende.

 „Die Nachfrage ist in den Nachmittagskursen zurückgegangen“, hat Fölsch festgestellt. Grund sei, dass auch nachmittags mehr unterrichtet wird. Außerdem hat die Vorsitzende beobachtet, dass die Kinder immer weniger bereit seien, über einen längeren Zeitraum einen Kursus zu belegen. Deshalb mache der DKSB nun auch kurzfristigere Angebote.

 Die Personalausgaben seien mit über 800000 Euro der größte Einzelposten im Etat des Vereins, erklärte Kassenwartin Ingrid Schuldt. Sie werden vor allem durch den Schulverband Bad Bramstedt als Träger der Schulen gedeckt. Für die Kurse erhebt er geringe Teilnahmegebühren. Stadt und Eltern decken die Kindergartenkosten. Ansonsten bekommt der DKSB Mitgliedsbeiträge und Spenden. Besonders erfreulich sei es, dass die Kasse im vergangenem Jahr durch eine größere Erbschaft aufgebessert werden konnte, berichtete Ingrid Schuldt. Dadurch konnte der Umzug der Geschäftsstelle und des Kindergartens bezahlt werden. 295 Mitglieder gehören dem Verein an, davon 228 Eltern von Kindern der betreuten Grundschule.

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