21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Managerin für das Storchennest

Kindergarten in Mözen Managerin für das Storchennest

Einen Umbruch muss der dörfliche Kindergarten bewältigen und schlägt dabei einen ungewohnten Weg ein. Eine externe Leiterin wurde eingekauft, die ein neues Konzept mit einem neuen Team entwickelt. Dieses für den ländlichen Segeberger Raum besondere Modell wurde aus der Not geboren.

Voriger Artikel
Kiosk-Pächter gesucht
Nächster Artikel
Alles hängt am Ehrenamt

Freude bei Kindern und Eltern der Kita Storchennest in Mözen: Eine externe Managerin kümmert sich nun um die Einrichtung.

Quelle: Petra Stöver

Mözen. Seit 2008 betreibt der Elternverein Mözener Storchennest e.V. den Kindergarten, der vorher in kirchlicher Obhut geführt wurde. Damit sind Vorständler, deren Söhne und Töchter dort betreut werden, auch Arbeitgeber für die Kita-Mitarbeiter. „Das war schon Stress, wenn man die Kinder abholen kam und gleichzeitig zwischen Tür und Angel noch was regeln musste“, beschreibt Vorsitzende Susanne Voß die Doppelrolle als Mutter und Chefin. Mit dem früheren zweiköpfigen Betreuerteam habe es so große Diskrepanzen gegeben, dass der Vorstand beide habe entlassen müssen.

 Neue Erzieher wurden gesucht und gefunden, doch das Problem einer fehlenden Leitung ließ sich so schnell nicht lösen. Denn bei dieser Stelle geht es nicht „nur“ um das Wohlergehen der Lütten, sondern sie soll eine Expertin in ihrem Fach sein, Chefin und gleichzeitig Kollegin, und Ansprechpartnerin der Eltern. Um diese Position qualifiziert besetzen zu können, holten sich die Vorstandsmitglieder fachlichen Rat bei der Kita-Fachwirtin Kristina Greve aus Blunk, die dort ihre Kindertagesstätte „Tika“ (Tinas Kinder-Arche) betreibt. Sie empfahl den Mözenern, vorübergehend eine externe Leitung einzusetzen - und flugs wurde sie mit diesem Job betraut.

 „Als Honorarkraft berate ich den Vorstand und begleite den Umbruch, bin Ansprechpartnerin für die Eltern. Gemeinsam erstellen wir ein Konzept“, beschreibt die 40-Jährige ihre Tätigkeit. Vor allem gehe es darum, wieder Ruhe und feste Strukturen in den Alltag zu bringen. Im Storchennest arbeitet sie stundenweise nach Bedarf. Ihr Herz hängt nach wie vor an ihrer Tika, obwohl sie dort mittlerweile die Leitung abgegeben hat, aber Geschäftsführerin der Firma blieb. „Tika ist Tika und hat hiermit nichts zu tun“, stellt Kristina Greve klar.

 Die pädagogische Arbeit in Mözen leisten die Erzieherin Sophie Bartels (26) aus Bad Oldesloe und der sozialpädagogische Assistent Matthias Ramm (40) aus Wahlstedt. Beide hatten „neue Herausforderungen“ in ihrem Beruf gesucht und freuen sich, in Mözen in „toller Atmosphäre und fröhlicher Stimmung“ arbeiten zu können. Dort betreuen sie 14 Kinder zwischen einem und sechs Jahren in einer Familiengruppe. Die Öffnungszeit wurde leicht erweitert, von montags bis freitags von 7 bis 14 Uhr. Eltern zahlen monatlich 127 Euro für über Dreijährige und 254 Euro für unter Dreijährige.

 Susanne Voß ist froh, das durch diese Regelung eine Last vom Vorstand genommen wurde. „Ob man als Mutter oder als Chefin etwas sagt, ist doch ganz was anderes.“ Kristina Greve ist sicher: Eine externe Leitung entspannt alle Seiten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige