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Knick weicht Bauland

Armstedt Knick weicht Bauland

Für Kreisplaner Udo Petersen war die Sache ganz einfach: der vorhandene Knick wird versetzt und verlängert, und dann bildet er nicht mehr die Südgrenze des alten Baugebiets, sondern umfasst das erweiterte Baugebiet im Süden und im Westen. Für den Knick hatten sich Anwohner vehement eingesetzt.

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Kreisplaner Udo Petersen erläuterte die Erweiterung des Baugebietes in Armstedt, für die ein Knick versetzt werden muss.

Quelle: Jann Roolfs

Armstedt. Jeder Meter Knick muss beim Versetzen durch 1,75 Meter neuen Knick ersetzt werden, das reicht dann gerade.

 Um die landestypische Wallhecke sorgten sich Bewohner des Armstedter Baugebiets Am Würen. Bei zwei Grundstücken bildete der Südknick die Einfassung der Gärten, die Wallhecke wollten die Familien erhalten. Ursprünglich sahen das die Pläne für die Erweiterung des Baugebiets auch vor, aber zwischen zwei Sitzungen der Gemeindevertretung wurden die Pläne in diesem Punkt geändert: Der Knick wird nicht nur für die Verlängerung der Straße durchbrochen, sondern in seiner ganzen Länge von 90 Metern samt 20 Jahre alter Eichen und Eschen abgetragen. Petersen, der als Mitarbeiter der Kreisverwaltung den Gemeinden die Bauleitplanung abnimmt, berichtete, das Versetzen des Knicks sei mit der Unteren Naturschutzbehörde abgesprochen.

 Armstedts Bürgermeisterin Maren Horstmann hatte diese Änderung den Anwohnern Am Würen in persönlichen Gesprächen mitgeteilt, offiziell im Gemeinderat behandelt wurde sie bisher allerdings nicht. Auch bei der entscheidenden Sitzung in dieser Woche hatten die Gemeindevertreter keine Fragen oder Einwendungen - ohne Diskussion beschlossen sie die geänderten Pläne. Damit machten sie den Weg frei für sechs neue Baugrundstücke in Armstedt, von denen fünf bereits verkauft sind. Der Ort hat damit seine Wachstumsmöglichkeiten bis 2025 ausgeschöpft.

 „Das ist kein großer Plan“, meinte Fachmann Petersen bei der Vorstellung. Aber der Kreisplaner räumte auch ein: „Es ist große Betroffenheit da.“ Den Anwohnern riet er, ihre Einwendungen schriftlich vorzubringen. Ab Mitte Juli wird der Bebauungsplan ausliegen, dann kann jedermann Anregungen dazu formulieren. „Nutzen Sie die Frist“, forderte Petersen auf. Wer keine Einwände zu Protokoll gebe, könne später nicht klagen. Mit den Einwendungen muss sich dann die Gemeindevertretung im September befassen.

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