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Die Verständigung klappt

Jugendaustausch in Kaltenkirchen Die Verständigung klappt

Die sprachliche Verständigung läuft noch etwas holprig, aber das macht nichts. Beim Turnen, Ballspielen und Mensch-ärgere-dich-nicht finden die Teilnehmer der deutsch-polnischen Jugendbegegnung erfahrungsgemäß rasch zueinander.

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Nach ihrem Besuch bei Bürgermeister Hanno Krause im Rathaus stellten sich die Teilnehmer der deutsch-polnischen Jugendbegegnung gemeinsam mit ihren Betreuern und dem Verwaltungschef beim Marktbrunnen zum Gruppenbild auf.

Quelle: Isabelle Pantel

Kaltenkirchen. Am Sonntag ist die polnische Gruppe in Kaltenkirchen eingetroffen. Eine Woche lang wird den jungen Gästen gemeinsam mit deutschen Kindern ein umfangreiches Programm geboten. Dann geht es zusammen im Bus nach Kalisz Pomorski.

 Organisiert wird die Jugendbegegnung auf deutscher Seite schon seit vielen Jahren von der DLRG. Hauptorganisatoren sind Andreas Keller und Christian Rüter. Außerdem machen Bjarne Hillmann, Melina Bauer sowie Kasia und Oliver Schember mit. Nachdem die Teilnehmerzahlen der deutschen Jugendlichen in den letzten Jahren gesunken waren, konnte das Betreuer-Team nun wieder 20 Schüler für den Austausch begeistern. Aus Polen machen ebenfalls 20 Kinder zwischen 11 und 13 Jahren mit. Damit ist die ideale Teilnehmerzahl erreicht.

 Die jungen Polen lernen in der Schule Deutsch. Wenn die Vokabeln jetzt nicht reichen, wird auf Englisch, Mimik oder den Google-Übersetzer auf dem Handy ausgewichen. „Irgendwie klappt die Verständigung immer“, meint Christian Rüter. Spätestens beim Kartenspielen oder beim Sport in der Turnhalle sei die Sprache derart nebensächlich, dass sich die deutsch-polnische Gruppe gut durchmische.

 Kampiert wird dieses Mal in der Gemeinschaftsschule am Marschweg. Zum Übernachten haben die Kinder mit ihren Betreuern Klassenzimmer bezogen. Geschlafen wird auf Feldbetten; Wasch- und Duschmöglichkeiten gibt es in der Sporthalle. Von den Kindern wird das Quartier nicht als spartanisch empfunden; sie erleben es vielmehr als Abenteuer.

 Zu Beginn des Kaltenkirchen-Aufenthaltes wurden alle Teilnehmer im Rathaus von Bürgermeister Hanno Krause begrüßt. Er ließ sich erzählen, wie der Auftakt verlaufen war, wobei die Antworten der polnischen Kinder mithilfe von Dolmetscherin Kasia Schember übersetzt wurden. Krause wiederum berichtete, dass er vor zwei Jahren bereits in Kalisz Pomorski gewesen sei, musste aber zugeben, das Gurkenfest verpasst zu haben. Die polnischen Betreuerinnen rieten ihm daraufhin eindringlich, dieses Versäumnis nachzuholen, denn schließlich sei diese Veranstaltung eine große Attraktion. Als Gastgeschenk brachten die Polen dem Bürgermeister eine Wanduhr mit.

 In beiden Ländern wartet auf die Teilnehmer des Jugendaustausches ein vielfältiges Programm. Die Kaltenkirchener haben unter anderem Fahrten zur Wasserski-Anlage in Süsel, in die Henstedt-Ulzburger Fun-Arena und in den Hansapark Sierksdorf organisiert. Besuche in der Kaltenkirchener Holstentherme sind selbstverständlich und müssen schon gar nicht mehr groß angekündigt werden. In Polen wollen die Kinder zum Beispiel Kanu fahren und einen Kletterpark besuchen.

 Die Jugendbegegnung wird bereits zum 24. Mal ausgerichtet. Bei 20 Fahrten war Christian Rüter dabei. Er weiß daher genau, wie die Rahmenbedingungen sein müssen, damit aus zwei Gruppen eine einzige wird. „Erzwingen kann man da gar nichts, und es ist auch wichtig, dass die deutschen und die polnischen Kinder erst einmal in getrennten Zimmern schlafen“, meint er. Niemand solle überfordert werden oder sich mit der fremden Sprache unwohl fühlen. Mit der Zeit lasse die Scheu vor dem Neuen und Unbekannten von ganz allein nach. „Und dann fragen die Kinder auch, ob nicht der eine oder andere lieber hier oder dort übernachten dürfe.“ Darüber freuen sich die Betreuer natürlich. Nur bei der Trennung zwischen Männlein und Weiblein bleiben sie in den Schlafsälen eisern.

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