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AKN zeigt neue Züge

Kaltenkirchen AKN zeigt neue Züge

Neu, geräumig und leise statt alt, eng und laut: Zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember sollen 14 fabrikneue Züge (Typ Lint 54) auf der AKN-Hauptlinie A1 zwischen Neumünster und Hamburg-Eidelstedt pendeln. Am Donnerstag wurde eines der neuen Modelle im Kaltenkirchener AKN-Betriebszentrum vorgestellt.

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Der erste von 14 neuen AKN-Zügen.

Quelle: Michael Zwicker

Kaltenkirchen. „Wir hatten zuvor noch nie so lange und komfortable Fahrzeuge. Sie fahren deutlich ruhiger als die alten Triebwagen, die ausgemustert werden“, freute sich AKN-Vorstand Wolfgang Seyb bei der Präsentation des 54-Meter-Zuges mit 172 Sitzplätzen, Klimaanlage, barrierefreien Einstiegen, Überwachungskameras, Fahrgastinformationssystem und mit speziellen Plätzen für gehbehinderte Fahrgäste, die per Knopfdruck im Bedarfsfall Hilfe anfordern können.

 „Allerdings gibt es keine Toiletten in den neuen Zügen. Uns ist bewusst, dass es Kritik geben wird“, räumte AKN-Chef Seyb ein. Die Züge seien mit S-Bahnen zu vergleichen, die auch ohne WCs ausgestattet sind. Zudem würden die Fahrgäste die AKN nur für relativ kurze Strecken nutzen. Der Einbau von Toiletten hätte neben höheren Kosten auch den Verzicht auf etliche Sitzplätze bedeutet, erklärte Seyb. Und da die AKN, deren Züge auf der Linie A1 täglich durchschnittlich 11000 Fahrgäste transportieren, mit einem Zuwachs an Pendlern rechnet, sei jeder Sitzplatz wichtig.

 Der erste Zug der neuen Generation wird in den kommenden Wochen schon auf dem AKN-Stammgleis zwischen Neumünster und Hamburg-Eidelstedt unterwegs sein, jedoch nur zu Testfahrten. Die weiteren Fahrzeuge werden ab dem Spätsommer nach und nach beim Kaltenkirchener Eisenbahnunternehmen eintreffen. Ab dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember sollen alle Neulinge regelmäßig rollen. Bis dahin werde nicht für die neuen Modellen geworben. Erst im Frühjahr werde die Neuerung offensiv angepriesen. „Wir rechnen zwar nicht damit, aber es ist trotz all der sorgsamen Vorbereitung und der engen Abstimmung mit dem Fahrzeughersteller Alstom möglich, dass es zu Beginn des Einsatzes vereinzelt noch zu Verzögerungen kommt“, sagte AKN-Vorstand Seyb.

 Die 14 Neufahrzeuge, von denen baugleiche Modelle sich schon bei der Kölner S-Bahn bewährt haben, ersetzen bei der AKN die inzwischen fast 40 Jahre alten Triebwagen des Typs VTE (Baujahr 1976/77). Diese lediglich 30 Meter langen Oldies mit nur 88 Sitzplätzen sind nicht nur durch ihre markanten Riffelbleche an der äußeren Verkleidung vielen Stammkunden vertraut. Auch das laute Brummen der Dieselmotoren war ein „Markenzeichen“.

 „Wir werden versuchen, die alten Triebwagen zu verkaufen. Sollte das nicht gelingen, werden sie verschrottet“, sagte Seyb. Möglicherweise können einzelne Exemplare auch an Museumsbahnhöfe abgegeben werden.

 Die dieselbetriebenen Neufahrzeuge werden nur auf der Linie A 1 zwischen Neumünster und Eidelstedt unterwegs sein. Wegen der zahlreichen Verbindungen müssen aber auch dort noch einige der 18 älteren AKN-Triebwagen (Typ VTA, Baujahr 1993) genutzt werden.

 Sollte der Gleisabschnitt zwischen Kaltenkirchen und Hamburg wie geplant ab 2010 mit elektrischen S-Bahnen betrieben werden, könnten dort die Lint 54-Züge nicht mehr rollen. Sie würden dann auf dem nicht elektrifizierten A1-Abschnitt Kaltenkirchen - Neumünster sowie auf den AKN-Linien A2 (Ulzburg-Süd - Norderstedt-Mitte) und A3 (Ulzburg-Süd - Elmshorn) verkehren.

 Die Neuerungen bei der AKN Eisenbahn AG haben ihren Preis. Rund 60 Millionen Euro kosten die 14 Züge. Eine weitere Million wurde erforderlich, um Werkstatt und Waschhalle nachzurüsten.

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Ein Artikel von
Michael Zwicker

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