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Endgültig: Die Brücke kommt weg

Bad Bramstedt Endgültig: Die Brücke kommt weg

Für die Gayenbrücke, über deren Sanierung oder Abriss seit mehr als zwei Jahren diskutiert worden ist, rückt am Wochenende, 14. und 15. Oktober, der Abrissbagger an. In einer Gemeinschaftsaktion der Stadt und der AKN wird das 116 Jahre alte Bauwerk ersatzlos abgebaut.

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Schon lange darf über die Gayenbrücke kein Auto mehr fahren. Und bald wird sie auch Fußgängern nicht mehr zur Verfügung stehen.

Quelle: Anna Maria Persiehl

Bad Bramstedt. Der Ausschuss für Bau und Verkehr, der bereits in seiner Sitzung im Juli das endgültige Aus für die Brücke beschlossen hatte, vergab am Montagabend den Auftrag für die Abrissarbeiten an ein Neumünsteraner Unternehmen. Wie der Brückenbauingenieur Thomas Iwers berichtete, hat von fünf Firmen, die um Angebote gebeten worden war, lediglich die Neumünsteraner Firma eines eingereicht. Iwers hat für die Stadt ihre 25 Brücken begutachtet und jetzt auch die Vergabe der Arbeiten für die Gayenbrücke vorbereitet. Erfreulich für die Kommunalpolitiker: Der Abbruch wird mit 100000 Euro deutlich weniger kosten als zunächst geschätzt worden war. Für die spezielle Deponierung des Schrotts war mit höheren Ausgaben gerechnet worden. Im Haushalt hat allein die Stadt 80000 Euro für die Arbeiten vorgesehen, die AKN beteiligt sich. Wie der Leiter des städtischen Bauamtes, Udo Reinbacher, erläuterte, wird die AKN in der „Sperrpause“ – der Zugverkehr ruht in diesem Bereich während des Abbruchs – eigene Arbeiten durchführen.

 Die Gayenbrücke ist seit einem Starkregen im Mai 2014 für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Kommunalpolitiker haben sich seitdem schwergetan, für oder gegen einen Abriss zu stimmen. So auch noch in der Sitzung am Montagabend Klaus-Dieter Hinck (SPD): „Gibt es keine Möglichkeit, diese Brücke in irgendeiner Form für die Fußgänger und Radfahrer zu erhalten?“ Wie Iwers erläuterte, sei es möglich, aber nicht mehr wirtschaftlich. Schon in vorangegangenen Sitzungen war klargeworden, dass dann auch etwas unternommen werden müsste, um die Gleise von möglicherweise abbröckelnden Teilen zu schützen. Für die Brücke ist nämlich die Stadt als Eigentümer zuständig. Sie hatte 1998 aufgrund einer neuen Rechtslage die bis dahin AKN-eigene Gayenbrücke übernehmen müssen.

 Anders als die Entscheidung über die Gayenbrücke steht die Zukunft des zweiten Sorgenkindes, der schon abgerissenen Ernst-Friedrich-Harm-Brücke, immer noch offen. Die Brücke, die Fußgängern und Radfahrern als Verbindung zwischen der Altonaer Straße und der Straße Sommerland diente, war beim Hochwasser um die Weihnachtszeit 2014 beschädigt und später abgerissen worden.

 Der Bauausschuss hatte im Juli eine Entscheidung vertagt, nachdem die Kreiswasserbehörde auf Auflagen bestanden hatte, die das Projekt weiter verteuern würden. So dürfen die Stützen nicht in die Uferböschung gesetzt werden. Iwers hat in der Zwischenzeit Kontakt mit der Wasserbehörde aufgenommen. Da die neue Brücke anders als die Ursprungsbrücke nun doch nicht mehr diagonal, sondern gerade die Hudau überspannen soll, muss sie nicht mehr 24, sondern lediglich 17 Meter lang werden. Damit sind auch weniger Stützen notwendig. Sie werden entsprechend den Auflagen oben auf die Böschungskante gesetzt. Die Kosten würden sich nach den letzten Schätzungen um 50000 auf 235000 Euro reduzieren. „Die Kosten sind etwas niedriger, aber immer noch recht hoch“, bemerkte Ausschussvorsitzender Volker Wrage (CDU).

 Der Bauausschuss verschob jetzt die endgültige Entscheidung in den Herbst. Bei den Haushaltsberatungen wird dann über die Ausschreibung entschieden. Außerdem: „Die Preise sind im Moment recht hoch“, meinte Iwers, bei geringerer Auslastung der Firmen im Winter würden auch die Kosten niedriger sein.

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Ein Artikel von
Anna Maria Persiehl

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