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Die KuKuHU geht zu Ende

Henstedt-Ulzburg Die KuKuHU geht zu Ende

An zahlreichen Orten in der Gemeinde erfreuten sich Hunderte Besucher an kulturellen Leckerbissen im Rahmen der 7. Kunst- und Kulturwoche Henstedt-Ulzburg (KuKuHU), die am Sonntag abend mit der traditionellen Abschlussveranstaltung ab 18 Uhr in der Kulturkate zu Ende geht.

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Die Koreanerin Young-Ja Bang-Cho stellte im Möbelhaus Hesebeck Home Company farbenfrohe Bilder aus.

Quelle: Kramer

Henstedt-Ulzburg. „Ik stah vörn Speegel und ik kiek mi an. Wat ik seh, dat is een fremden Mann. Sien Blick vertellt he lich up de Luur. Dor wo sein Haar wör, steiht eene Muur“: Mit diesem Text ihres Songs „Kold kold kold“ ließ die vierköpfige Band „Veer speelt“ („Vier spielen“) die Luft trotz des unterkühlten Liedtitels knistern, aber auch andere jazzige Blues-, Funk- und Country-Stücke heizten in der urigen Tenne des Künstlerhofs Hörnerkamp ein.

 In der strohgedeckten Kate auf Hörnerkamp wurden bei Kaffee, Kuchen, Schmalzbrot, Bier und Wein während der KuKuHU viele beeindruckende kleinere Veranstaltungen geboten – von einem Erzählcafé, wo Beiträge in Form von kleinen Geschichten auf Platt und in weiteren Mundarten vorgetragen wurden, über Live-Musik von klassischer schottischer Musik auf der Great Highland Bagpipe von Götz Pfalzgraf, eine bezaubernde Ausstellung der Farbstiftzeichnungen von Hans-Werner Seyboth bis zum beliebten Kunsthandwerker-Wochenende.

 Zur Gruppe „Veer speelt“ gehören aus Schmalfeld Kai von Essen (Gitarre und Backgroundgesang), Andreas Göttsch (Schlagzeug), Hans-Jürgen Bebensee (Gitarre, Gesang, Texte) sowie Jochen Schefe (Bass) aus Henstedt-Ulzburg. Sie interpretierten spielerisch leicht ein eigenwilliges Blues-Programm mit Seele und Drive. Sie rissen die rund 60 Besucher in eine tolle Live-Atmosphäre mit. Besonders gefielen originelle plattdeutsche Texte wie „Mi geiht dat good“, „Nix von Memphis“ und romantische Songs wie „Wenn du mi frogst“.

 Auch im Möbelhaus Hesebeck Home Company gab es während der KuKuHU reichlich Musik und Kunst. Diesmal erfreuten neun Musiker des Bad Segeberger Ensembles „Stillos“ und das Duo „SchuTwo“ etwa 100 Gäste. Dazu gab es kleine kulinarische Überraschungen aus der Küche des mediterranen Restaurants Aurora sowie eine Gemeinschaftsausstellung mit Gemälden der Koreanerin Young-Ja Bang-Cho und der Wahlstedterin Petra Thomsen.

 Das Ensemble „Stillos“ von der Kreismusikschule Segeberg hat seinen Namen, weil es sich auf keine besonderen Musikrichtungen festgelegt hat. Klezmer, Tango, Swing und Blues spielen die Musiker ebenso wie Schlager und Klassisches. So glänzte die Gruppe mit einem leidenschaftlichen Klezmer-Medley, wo die fünf Klarinetten rhythmisch sauber und klangschön zur Geltung kamen. Frank-Peter Könen brillierte mit seinem Akkordeon und riss das Publikum durch witzige Moderation mit.

 Warum die Coverband der beiden Sänger Carsten Schuldt und Frank Schulze „SchuTwo“ heißt, lässt sich an den Anfangsbuchstaben ihrer Nachnamen erkennen. Ihr Musikstil ist Beat, Rock und Pop aus vier Jahrzehnten wie „Wake up, little Susie“, „All I have to do is dream“ der Everly Brothers und „Rollin‘ on the River“ von Creedence Clearwater Revival. SchuTwo erhielten großen Beifall nach jedem mit beeindruckend rauchigen Stimmen gesungenen Gesangsstück.

 Viele Bewunderer fanden auch die 30 Gemälde von Young-Ja Bang-Cho an Stelltafeln in der Nähe der Bühne. Dicke Schichten in leuchtenden Farben spachtelt die Künstlerin mit Ei-Tempera auf – selten benutzt – Maulbeerbaumpapier, von dem die Malerin sagt, dass es wegen einer bestimmten Säure unverwüstlich sei. Der Betrachter erkennt in den teils abstrakten Bildern immer wieder Schiffe und uralte chinesische Schriftzeichen auf den oft gelb-orange-untergrundigen Gemälden.

 Farbe und Struktur treten bei den zwölf meist großformatigen expressionistischen Acryl-Bildern von Petra Thomsen in den Vordergrund. Ihre ausdrucksstarken Werke tragen eine individuelle Handschrift, in denen Grau, Braun, Schwarz und vor allem Rottöne dominieren.

 Die Rede während des Abschlussabends hält Bürgermeister Stefan Bauer, und Ingrid Wacker vom Organisatoren-Team blickt auf die Woche zurück. Außerdem gibt es Musik und viel Gelegenheit zum Klönschnack.

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