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Weg zu neuer Orgel ist frei

Marienkirche Bad Segeberg Weg zu neuer Orgel ist frei

Das Ziel ist ehrgeizig: Knapp 900 000 Euro möchte der frisch gegründete Verein „Neue Orgel für Marien“ noch sammeln, um in rund sechs Jahren das Großprojekt Orgelneubau an der Marienkirche zu ermöglichen.111 894 Euro sind bereits zusammengekommen.

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Sie sind der Vorstand des Vereins: (von links) 2. Vorsitzender Winfried Schulz, 1. Vorsitzender Hartmut Krüger, Schatzmeisterin Ines Reher und Schriftführerin Dr. Christiane Reinke.

Quelle: Andrea Hartmann

Bad Segeberg. „Das macht Hoffnung – dann ist doch gar nicht mehr so viel übrig“, sagte Dr. Kirsten Geißler augenzwinkernd bei der Gründungsversammlung im Gemeindehaus an der Kirche. Die Vorsitzende des Kirchengemeinderates, die durch die Sitzung führte, freute sich über die 30 Gründungsmitglieder, die nun den Bau eines neuen Instrumentes unterstützen.

 Dass die neue Orgel nötig ist, steht seit 2008 fest. „Wenn ich ein schönes Orgelstück gespielt habe, sagen viele, was ist denn los, das klingt doch gut“, sagte Kantor Andreas J. Maurer-Büntjen. Doch der Eindruck trügt. Wie er berichtete, ist die Elektrik der Orgel marode, und um Brandgefahr zu verhindern, müssen die Spieler einen Schutzschalter betätigen, bevor sie musizieren. Viele Pfeifen sind teilweise oder ganz beschädigt und darum nur schlecht stimmbar, und die Orgel ist schlecht beheizt.

 Auch der Standort – weit hinten auf der Empore – ist ungünstig, wie der Kirchenmusiker erläuterte: „Der Klang ,prallt’ dadurch ab. Außerdem ist das Zusammenwirken mit dem Geschehen unten im Kirchenschiff nicht optimal.“ Um die neue Orgel weiter vorn zu positionieren, müsse die Statik der Empore genau geprüft und gegebenenfalls verändert werden, um das tonnenschwere Instrument sicher einzubauen. Dann fällt auch das sogenannte Rückpositiv weg, das sich an der zum Kirchen-Innenraum zeigenden Seite der Empore befindet und den Klang in den Raum trägt.

 In den nächsten Monaten wollen sich Vereinsvorstand und Kirchenmusiker Orgeln an anderen Kirchen anschauen und Kontakt zu Orgelbaufirmen aufnehmen. Drei Firmen sollen angeschrieben werden; im Frühjahr 2017 soll feststehen, welche Firma die Orgel bauen wird.

 Der Verein hat sich auch deshalb gegründet, weil die Kirchengemeinde Bad Segeberg, die nach wie vor für das Instrument zuständig bleibt und Entscheidungen trifft, kaum noch Geld in der Rücklage hat, wie Dr. Geißler betonte. Seit in und an der Kirche für 1,2 Millionen Euro aufwendige Bauarbeiten und Renovierungen wie Dach- und Mauer-Sanierung, Erneuerung der Heizung und Mittelgang-Bau vorgenommen worden sind, sei die Rücklage auf 80000 Euro geschrumpft: „Das reicht kaum noch zum Aufhübschen der Kirche.“

 Mit Engagement möchte sich der Vorstand, dessen Bad Segeberger Mitglieder alle einstimmig bei eigenen Enthaltungen gewählt wurden, für das Vereinsziel einsetzen. Erster Vorsitzender wurde Rechtsanwalt Hartmut Krüger, sein Stellvertreter Winfried Schulz, Rentner und früher Telekommunikationstechniker, Schatzmeisterin ist Ines Reher, Verwaltungsfachangestellte bei der Kirchengemeinde, und Schriftführerin wurde die Ärztin Dr. Christiane Reinke.

 Jochen Dähn aus Gnissau hat zudem mit Kantor Maurer-Büntjen eine Internet-Homepage mit Fakten und Bildern zusammengestellt, so zum Beispiel zu Aufbau und Klang einer Orgel sowie über Aktionen wie „Pfeifen-Patenschaften“. Der Kantor plant eine Rubrik über Musikprojekte sowie Orgelführungen, und Interessierte dürfen sich mit Zitaten darüber einbringen, was ihnen die Orgelmusik bedeutet.

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