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Gewerbeland wird nachgefragt

Bad Bramstedt Gewerbeland wird nachgefragt

Die Nachfrage nach Gewerbeland istungebrochen. 2016 will die Stadt einen weiteren Abschnitt des Gewerbegebietes Nord an der Ortsumgehung erschließen. Schon jetzt führt das Bauamt eine Liste von Interessenten.

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Das Unternehmen Thaler ist das größte, das sich am Hunenkamp angesiedelt hat. Früher war der Kabel- und Spulmaschinenspezialist in Weddelbrook beheimatet, danach in Elmshorn und nun in Bad Bramstedt.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Dagegen ist zurzeit noch nicht absehbar, wie es mit dem Gewerbegebietsplänen am Lohstücker Weg weitergeht.

Die erste Erweiterung des Gewerbegebietes Nord, die 2012/13 erschlossen wurde, ist ausverkauft und weitgehend bebaut. Unter anderem haben sich hier an der neuen Straße Hunenkamp die Thaler-Werke angesiedelt, die bis 2001 in Weddelbrook einen großen Betrieb hatten, dann aber in Turbulenzen gerieten und schließlich nach Elmshorn zogen. Die Thaler Kabelverlege- und Spulmaschinenfabrik hat gleich drei Grundstücke gekauft, um sich auch Erweiterungsmöglichkeiten zu sichern. Rund 30 Mitarbeiter sind zurzeit bei Thaler beschäftigt. Ansonsten haben Hunenkamp kleinere Firmen ihren neuen Standort gebaut.

 Nun soll es mit der Erschließung von weiteren 3,2 Hektar weiter gehen. Sie grenzen östlich an das Hunenkamp-Gebiet und südlich an die Umgehungsstraße an. „Wir haben bereits sechs Interessenten, überwiegend Dienstleister und Logistikunternehmen. Einige wollen sofort bauen“, sagte Bauamtsleiter Udo Reinbacher. Die Erschließungsarbeiten werden im Frühjahr 2016 beginnen, die Grundstücksverkäufe bereits Anfang des kommenden Jahres. Die Grundstücke am Hunenkamp wurden für 39,50 Euro pro Quadratmeter verkauft. „Ob wir den Preis halten können, wird sich erst zeigen, wenn die Erschließungskosten feststehen“, so Reinbacher. Kaltenkirchen hat seine Gewerbeflächen zuletzt für gut 50 Euro verkauft. Reinbacher rechnet mit geschätzten Einnahmen von 80000 Euro aus dem Grundstücksverkauf. Damit werden die Erschließungskosten zwar nicht gedeckt werden, aber längerfristig wird das Gewerbegebiet die Stadtkasse durch höhere Gewerbesteuereinnahmen auffüllen.

 Östlich davon können noch weitere Gewerbeflächen bis an die Kieler Straße (alte Bundesstraße 4) entstehen. Längerfristig plant die Stadt auch eine Straßenanbindung ein Stück südlich des Verkehrskreisels. Allerdings gehört das Gelände dem Schlachtunternehmen Vion, mit dem Verhandlungen aufgenommen werden sollen.

 Noch nicht so weit vorangeschritten sind die Pläne für das sogenannte Gewerbegebiet Süd, das zwischen Lohstücker Weg, Ortsumgehung und Segeberger Straße entstehen soll. Hier wollte ein Hamburger Projektentwickler vor einigen Jahren ein Fachmarktzentrum bauen, das ursprünglich der Auslöser für die Gewerbegebietsplanung war. Der hat sein Vorhaben aber mittlerweile begraben, weil es nicht gelungen war, Handelsfirmen als Mieter für das Projekt zu gewinnen. Reinbacher ist jedoch zuversichtlich, dass sich am Lohstücker Weg dennoch ein Einkaufszentrum verwirklichen lässt. „Wir stehen in Verhandlungen mit Interessenten“, so der Behördenleiter. „Es gibt ernstzunehmende Absichten, die Pläne sind realistisch.“ Um ein solches Zentrum herum will die Stadt weiteres Gewerbe ansiedeln. Auch dafür gebe es bereits interessierte Firmen, doch die seien zu „kleinteilig“. Für ein Unternehmen, dass 5000 Quadratmeter benötige, lohne sich die Erschließung nicht, meint Reinbacher. Die Initialzündung müsse vom Fachmarktzentrum ausgehen.

 Der Bauamtsleiter will aber das nötige Geld für Grundstücksankäufe in 2016 zur Verfügung haben, sollten die Fachmarktzentrumspläne konkret werden, nicht für das Zentrum selbst, sondern für das Land drum herum, das zu Gewerbegrundstücken werden soll. Das Gelände ist bisher in Privathand. 460000 Euro sollen dafür im Haushalt des kommenden Jahres aufgenommen werden. Bündnis 90/Grüne, erklärte Gegner des Fachmarktzentrums, wollen die Summe streichen. Schon in den letzten Jahren waren jeweils sechsstellige Beträge eingeplant gewesen, aber nie zweckbestimmt ausgegeben worden. Im Planungsausschuss mahnte dessen Vorsitzender Fritz Bredfeldt (Bündnis 90/Grüne) dann auch „Haushaltsklarheit und -ehrlichkeit“ an. Es sei überhaupt nicht absehbar, wann dort jemals Gewerbeland erschlossen werde.

 Jan-Uwe Schadendorf (SPD) hält das Einplanen der 460000 Euro hingegen für sinnvoll, um einen Handlungsspielraum zu haben. „Wenn es nicht benötigt wird, erhöht es auch nicht die Schulden der Stadt“, so Schadendorf. Der Haushalt 2016 wird im Dezember von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedet. Dann wird auch über diesen Posten abgestimmt.

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