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Sicherheit ist ihr Geschäft

MEBO in Bad Segeberg Sicherheit ist ihr Geschäft

Die Anfänge 1990 waren bescheiden: sieben Mitarbeiter, genauso viele Kunden. In 25 Jahren hat sich die Firma MEBO Sicherheit erheblich weiterentwickelt. Heute beschäftigt das Unternehmen 85 Angestellte, verfügt über eine hochmoderne Leitstelle und hat rund 8000 Kunden.

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Rund um die Uhr ist die Notruf-Serviceleitstelle am Alten Wasserwerk in Bad Segeberg in Betrieb. Von hier aus werden die rund 8000 Kunden der Firma MEBO betreut.

Quelle: Privat

Bad Segeberg. In den 1980er und frühen 1990er Jahren waren Alarmanlagen nur etwas für Firmen und extrem betuchte Hausbesitzer. „Im Privatbereich gab es so etwas praktisch noch nicht“, schildert Jörg Bonkowski. Er und Geschäftspartner Ralf Menck sind die Inhaber von MEBO und lieferten mit den Anfangsbuchstaben ihrer Nachnamen die Bezeichnung der Firma.

 Menck hatte damals Alarmanlagen gebaut – und es entstand die Idee, die Kunden auch nach der Installation über eine 24 Stunden am Tag besetzte Leitstelle weiterhin zu betreuen. „Wie macht man das?“, fragte sich Menck. Gemeinsam mit Bonkowski stürzte er sich in die Arbeit. Im September nahm die Notruf-Serviceleitstelle in Fahrenkrug ihren Betrieb auf. Bonkowski: „Wir hatten erst nur eine Handvoll Kunden.“ Die örtlichen Banken ließen sich von MEBO schützen. Schnell folgten die Juweliere – und schließlich mehr und mehr Unternehmen.

 Doch auch bei den Privatleuten herrschte laut Bonkowski plötzlich ein Umdenken. „Es gab immer mehr Leute, die sich zu Hause nicht mehr sicher fühlten“, schildert er. Zugleich wurden Alarmanlagen immer handlicher und einfacher im Einbau. So musste bei der Installation nicht mehr das halbe Haus auseinandergenommen werden. Inzwischen kommen die modernen Funk-Alarmanlagen komplett ohne Kabel aus, so dass es den bösen Buben auch schwerfällt, noch irgendwelche Kabel durchzusäbeln, bevor sie in ein Haus einsteigen.

 Außerdem entwickelte sich ein Bedarf, der bis heute ungebrochen ist: Ältere Menschen, die in den eigenen vier Wänden bleiben möchten, sichern sich durch einen Hausnotruf ab. Mit einem Sender, den sie an einer Kette um den Hals tragen, können sie nach einem Sturz oder einer anderen Notsituation Hilfe herbeirufen, auch wenn das Telefon unerreichbar ist. 1992 gründete MEBO eine Abteilung für den Hausnotrufdienst.

 Heute sind rund 5000 Senioren diesem Netzwerk angeschlossen – und das weit über den Kreis Segeberg und sogar Norddeutschland hinaus. „Wo die Leitstelle steht, ist ja egal“, betont Bonkowski. Hauptsache, das Notsignal geht ein und wird unverzüglich an einen örtliche Pflegedienst mit Tag- und Nachtbetreuung weitergeleitet. Dadurch kann MEBO bundesweit aktiv sein.

 1993 erhielt das Unternehmen die Zulassung des Verbandes VdS („Vertrauen durch Sicherheit“) und rief den Sicherheitsdienst ins Leben, der seither für die Bewachung von Unternehmen zuständig ist und als Security bei Veranstaltungen auftritt.

 Bei MEBO ging die Entwicklung rasant weiter. Es folgten Zertifizierungen, ein neues Firmenlogo – und einen Umzug. 2001 reichte die kleine Leitstelle in Fahrenkrug nicht mehr aus. MEBO zog an die heutige Adresse am Alten Wasserwerk in Bad Segeberg um. Wie schon am Karpfenteich ist das Gebäude extrem stark gesichert, um die Leitstelle quasi uneinnehmbar zu machen.

 Seit 2005 hat MEBO vier ehemalige Mitbewerber aufgekauft sowie den eigenen Wirkungs- und Kundenkreis vergrößert. Es handelte sich um die Firmen SDL in Lübeck, N+S in Elmshorn, ABE in Kiel und CK-Elektronik in Hamburg. MEBO Sicherheit liefert mittlerweile neben der Technik auch das Wissen, wie man sich am besten schützt und wie man sich im Notfall verhält – und junge Leute können diese Branche längst auch als Ausbildungsbereich wählen. „Es gibt inzwischen den Lehrberuf Fachkraft für Schutz und Sicherheit“, sagt Bonkowski. Die Ausbildung endet mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer.

 Zu sehen sind die MEBO-Mitarbeiter, die bei Großveranstaltungen von externem Fachpersonal verstärkt werden, Nacht für Nacht in der Bad Segeberger Fußgängerzone, wo sie für etliche Firmen Kontrollgänge machen. Wie sinnvoll das ist, zeigte sich beispielsweise im März 2013, als zwei rumänische Einbrecher nachts in das Juweliergeschäft Strüver eindrangen. Das MEBO-Team war an deren Festnahme auf frischer Tat beteiligt. Dass auch in diesem Metier Fremdsprachenkenntnisse nützlich sind, zeigte sich am selben Fall. Einer der Täter, der im Laden hinter einem Tresen gefunden wurde, jammerte kleinlaut: „English please...“

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