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Bis zu 150 neue Flüchtlinge

Bad Bramstedt Bis zu 150 neue Flüchtlinge

Vor der Turnhalle der Bundespolizeidirektion standen am Montag mehrere Lkw des DRK. Etwa 20 Mitarbeiter luden Zäune, Tische und Feldbetten aus. Das alles musste so schnell wie möglich in das Gebäude hinein. Denn noch am Abend sollten hier rund 150 Flüchtlinge untergebracht werden.

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Der Bagger lädt einen Teil der 150 Feldbetten aus. So viel Flüchtlinge wurden noch am Montagabend in der Turnhalle der Bundespolizei erwartet.

Quelle: Sylvana Lublow

Bad Bramstedt. Das kam plötzlich, aber nicht völlig unerwartet: Montagmorgen erhielten die Fraktionsvorsitzenden und weitere Vertreter der Stadt per E-Mail die Nachricht von Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach, dass noch am selben Abend rund 150 Flüchtlinge in der Turnhalle der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt untergebracht werden sollen. Dies hatte Kütbach ebenfalls kurz zuvor vom Leitenden Polizeidirektor Willy Kösling erfahren. Jörg Kamensky, Leiter des Bürgeramtes: „Das war erst mal ein Schreck für uns, aber wenn man in den Medien die Situation der Flüchtlinge mitverfolgt, war damit zu rechnen, dass auch zu uns mehr kommen werden.“

 In der Nacht zu Montag kamen am Bahnhof Neumünster 250 Flüchtlinge aus Ungarn an, in Schleswig-Holstein waren es am vergangenen Wochenende insgesamt 800 Neuankömmlinge. Auch am Montag wurden wieder rund 1000 Flüchtlinge in Schleswig-Holstein erwartet. Mittlerweile sind die Kapazitäten in den Erstaufnahmeeinrichtungen am Limit oder darüber hinaus. „Wir haben das Ankommen der Flüchtlinge Sonntagnacht am Bahnhof Neumünster begleitet“, sagt Matthias Menge von der Bundespolizei Bad Bramstedt. „Da wurden wir gefragt, ob wir weitere Möglichkeiten zur Unterbringung hätten.“ Willy Kösling habe dann spontan die Turnhalle als vorübergehende Einrichtung angeboten. Die Turnhalle wird von der Bundespolizei und von vielen Sportvereinen genutzt.

 Das brachte vor allem die Mitarbeiter des DRK-Kreisverbands Segeberg ins Schwitzen. Mitglieder aus mehreren Ortsvereinen, unter anderem Kaltenkirchen und Bad Bramstedt. Auch einige Mitarbeiter der Bundespolizei packten mit an. Am Nachmittag begann ihre - freiwillige - Arbeit. Zunächst wurden die Halle und die sanitären Einrichtungen geputzt. Gegen 16 Uhr begannen sie mit der Einrichtung. Zuerst wurden die Metallzäune zur Abgrenzung zwischen den Schlafstätten aufgebaut. Dann kamen die Feldbetten - 150 an der Zahl. Außerhalb der Halle baute das DRK eine voll ausgestattete Feldküche auf. Die Bundespolizisten stellten außerdem zwei Fußballtore auf die Wiese vor der Halle auf. „Für die Kinder“, sagte Bundespolizist Wolfgang Witzkewitz. Sabine Hopp vom DRK Kaltenkirchen malte zuvor ein provisorisches Schild an mit der Aufschrift „Welcome“. Sie ist für die Registrierung der Flüchtlinge zuständig. Wann genau die Männer, Frauen und Kinder in Bad Bramstedt ankommen, wusste niemand zu sagen. Es ist damit zu rechnen, dass die Flüchtlinge über mehrere Wochen bleiben werden.

 „Es handelt sich bei den neuen Flüchtlingen nicht um jene, die wir über die Verteilung des Kreises aufnehmen. Um diese neuen Flüchtlinge jetzt kümmert sich das Land. Sie sind hier in Bad Bramstedt, weil die Aufnahmestellen des Landes überfüllt sind“, erklärte Jörg Kamensky: „Allerdings ist wohl abzusehen, dass sich die reguläre Verteilquote, die Bad Bramstedt schon übererfüllt, noch erhöhen wird. Das wird uns vor neue und schwierige Aufgaben stellen.“

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