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Neues Flüchtlingsheim

Bad Segeberg Neues Flüchtlingsheim

Eine neue Flüchtlingsunterkunft soll im November in Bad Segeberg bezugsfertig sein. Das ehemals vom Landwirtschaftlichen Buchführungsverband genutzte Gebäude Am Bienenhof 1 wurde von der Stadt angekauft und wird demnächst für Asylbewerber hergerichtet.

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Das ehemals vom Landwirtschaftlichen Buchführungsverband genutzte Gebäude Am Bienenhof wurde von der Stadt angekauft und wird demnächst für Asylbewerber hergerichtet.

Quelle: Gisela Krohn

Bad Segeberg. Eine Informationsveranstaltung für die Anwohner räumte nun mit einigen Gerüchten auf. „Zu den Zahlen, wie viele Menschen untergebracht werden, kursieren einige falsche Angaben“, berichtete Bauamtsleiterin Antje Langethal. „Nicht 70, sondern 45 Menschen werden dort wohnen.“ Außerdem werde es auch keine Container geben, die zusätzlich auf dem Grundstück aufgestellt werden. „Einige Anwohner hatten diesbezüglich Sorgen geäußert“, schilderte Langethal. Weil das Grundstück mit 3500 Quadratmetern sehr groß sei und hinter dem Haus Parkplätze und Garagen liegen, habe dieses Gerücht wohl die Runde gemacht. Mit rund 120 Personen sei die Veranstaltung im Bürgersaal gut besucht gewesen, schilderte Langethal. Neben Sorgen und Ängsten von einzelnen Anwohnern sei auch viel Offenheit zu spüren gewesen – und die Bereitschaft, die Flüchtlinge zu unterstützen.

 Das frühere Bürogebäude ist in einem guten Zustand und bietet auch schon einige Küchen und Sanitärräume – jedoch sind diese nicht ausreichend für 45 Menschen, sodass in diesem Bereich sowie beim Brandschutz und der Hauselektrik umgebaut und saniert werden muss. Vom Land Schleswig-Holstein gibt es dafür 50000 Euro Zuschuss, die restlichen rund 150000 Euro Kosten für den Umbau trägt die Stadt Bad Segeberg.

 Woher die Flüchtlinge kommen werden, weiß die Verwaltung jetzt noch nicht. Es werde aber darauf geachtet, dass die Hausbewohner gut zusammenpassen, sagte Langethal. Die Dauer des Aufenthalts in der Unterkunft am Bienenhof richtet sich danach, wie schnell das Asylverfahren der einzelnen Flüchtlinge abläuft. „Bei manchen geht es sehr zügig, bei anderen wiederum ist das Verfahren sehr lang.“

 Die Stadt Bad Segeberg arbeitet zurzeit an einem Betreuungskonzept, wobei Karsten Immanns und Verena Frenz (Amt für Ordnung, Schule und Soziales) mit mehreren Ehrenamtlichen und zum Beispiel mit der Bad Segeberger Volkshochschule zusammenarbeiten. Auch der Kreis Segeberg unterstützt die Vorbereitungen. „Das Gebäude bietet viele Möglichkeiten – es können dort auch Büroräume für ehrenamtliche Helfer, ein Gemeinschaftsraum und ein Raum für Sprachkurse direkt vor Ort entstehen“, erläuterte Immanns.

 „Für die Stadt bedeutet ein Haus, in dem wir mehrere Flüchtlinge unterbringen können, viele Vorteile“, erklärte Bauamtschefin Antje Langethal. „Wir mieten ja auch jeden Monat Wohnungen für die Unterbringung an; doch in einem gemeinsamen Haus ist die Betreuung viel einfacher und besser möglich.“

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